Die Pflanze des Monats Juli: Der Flutende Wasserhahnenfuß

(1. Juli 2019) Seine großen Blüten verwandeln die Murg bei Rastatt derzeit stellenweise in ein weißes Blütenmeer. Die Rede ist von dem Flutenden Wasserhahnenfuß, den die Umweltstiftung Rastatt zur Pflanze des Monats Juli gekürt hat. Erkennbar ist die Pflanze an den langen flutenden Trieben, die eine Länge von bis zu sechs Metern erreichen können. Der Flutende Wasserhahnenfuß – botanisch Ranunculus fluitans – aus der Familie der Hahnenfußgewächse, hat im Sommer seine Hochzeit. 

Die Bestimmung der Pflanze kann selbst erfahrenen Botaniker Schwierigkeiten bereiten. Denn der Flutende Wasserhahnenfuß gehört zu einer Gruppe sich sehr ähnelnden, weißblühenden Hahnenfuß-Arten. Der lateinische Name Ranunculus ist die Verkleinerungsform des Wortes Rana und bedeutet Fröschchen. Den Namen trägt die ausdauernde, wintergrüne Wasserpflanze, weil sie sich – wie auch Frösche – bevorzugt an Flussufern und in Sumpfgebieten aufhält. 

Die Blätter sind den Gegebenheiten im Wasser angepasst und erscheinen als lange, dünne Fäden. Außerhalb des Wassers fallen sie in sich zusammen. Der Flutende Wasserhahnenfuß siedelt am liebsten in kühlen, fließenden, sauerstoffreichen Gewässern. Trocknet das Gewässer aus, kann der Flutende Wasserhahnenfuß sich auch an Land entwickeln. Wie alle Wasserhahnenfüße besitzt Ranunculus fluitans in seinem Stängel ein Durchlüftungsgewebe. Dadurch können die unter Wasser liegenden Organe auch mit Sauerstoff versorgt werden. 

Weiß-gelbe Blüten ragen aus dem Wasser heraus

Zur Hauptblütezeit des Flutenden Wasserhahnenfußes im Hochsommer ragen massenhaft bezaubernde weiß-gelbe Blüten aus dem Wasser. Diese sind circa zwei Zentimeter groß und haben eine leuchtend dottergelbe Mitte. Wenn sie mit ihrem Stiel aus dem Wasser aufsteigen, scheinen sie förmlich im Wasser zu schweben. Bestäubt werden die Blüten unter anderem durch Schwebfliegen.  

Zurzeit kann man Ranunculus fluitans sehr schön in großen Beständen in der Murg bei Rastatt beobachten. Hier entwickelt er stattliche Pflanzenpolster und Pflanzeninseln. Dadurch entsteht im Gewässer eine variierende Strömungsrinne, von der wirbellose Tiere und Fische profitieren. Ökologisch wichtig ist die Pflanze als Sauerstofflieferant und als Laichpflanze.

Im feuchten Zustand leicht giftig

Der Flutende Wasserhahnenfuß hat ein großes Verbreitungsgebiet in Süd- und Mitteleuropa sowie Großbritannien. Auch in Deutschland ist er weit verbreitet. Wie alle Hahnenfuß-Arten ist auch der Flutende Hahnenfuß durch den Stoff Protoanemonin schwach giftig. Bei der Berührung kann es zu Hautreizungen kommen. Beim Trocknen wird jedoch das Protoanemonin in den ungiftigen Pflanzenstoff Anemonin umgewandelt, sodass getrocknete Pflanzen ihre Giftigkeit wieder verlieren. 

Im Flutendenden Wasserhahnenfuß in der Murg bei der Ankerbrücke findet eine Schwanenfamilie Futter. Foto: Stadt Rastatt

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