Vortrag und Führung: Die Wallfahrten der Markgräfin Sibylla Augusta und die Maria-Einsiedeln-Kapelle in Rastatt

(27. Juni 2019) Die Kapelle Maria Einsiedeln gehört zu den schönsten barocken Sehenswürdigkeiten der Stadt Rastatt. Errichtet wurde sie 1714 von Markgräfin Sibylla Augusta aus Dankbarkeit über den erlangten Rastatter Frieden. Die Heidelberger Kunsthistorikerin Sigrid Gensichen wird am Dienstag, 2. Juli, um 17 Uhr in der Historischen Bibliothek im Ludwig-Wilhelm-Gymnasiums über die Maria-Einsiedeln-Wallfahrten von Sibylla Augusta sprechen und anschließend gemeinsam mit den Gästen das barocke Kleinod bei der Pagodenburg besichtigen. Der Vortrag und die Führung sind Begleitprogramm der derzeitigen Ausstellung „Warum in die Ferne schweifen? Reisende und Reiseziele in der Geschichte“. Da der Platz in der Kapelle begrenzt ist, wird für diesen Programmpunkt um Anmeldung in der Historische Bibliothek unter Telefon 07222 972 8401 gebeten.

Sigrid Gensichen geht in ihrem Vortrag auf die einstige Bedeutung der Kirche und der Religion insbesondere für den Adel ein, der seine Macht als eine von Gott gegebene Gnade ansah. Beispielhaft greift sich Gensichen, ausgewiesene Kennerin des Lebens und Wirkens der Markgräfin, Sibylla Augusta heraus, die streng dem katholischen Glauben folgte und sich häufigen Wallfahrten unterzog. Die Markgrafenwitwe unternahm acht Wallfahrten zur Gnadenkapelle Maria Einsiedeln in der Schweiz und den zwei von ihr gestifteten Einsiedelner Kapellen in Schlackenwerth (Ostrov) und in Rastatt. Die Ostrover Einsiedelner Kapelle stiftete sie als Dank für die Heilung des Erbprinzen von seiner Unfähigkeit zu sprechen.

Die Einsiedelner Kapelle ist eines der barocken Schmuckstücke in Rastatt. Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg.

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