„Spielt mit mir und nicht mit euren Smartphones!“: Plakataktion in Rastatter Kitas thematisiert Smartphone-Nutzung

(21. Juni 2019) „Spielt mit mir und nicht mit euren Smartphones!“ steht in roten Buchstaben auf zwei Plakaten, die in den vergangenen Wochen im Eingangsbereich der 23 Kindertageseinrichtungen in Rastatt aufgestellt waren. Auf den Plakaten zu sehen ist ein Mädchen, das vergebens die Aufmerksamkeit ihrer Eltern sucht. Die jedoch haben ihre Augen starr auf ihre Handys gerichtet. Mit der Plakataktion wollte die Stadt Eltern dazu ermutigen, sich statt dem Handy lieber ihrem eigenen Kind zuzuwenden. Die Resonanz fiel positiv aus, berichtet Tatjana Kleehammer von der städtischen Eltern- und Familienbildung, die die Aktion initiiert hatte. Nicht nur die pädagogischen Fachkräfte, auch die Eltern hätten die Aktion rundweg begrüßt. Und noch mehr: Einige der Kindertageseinrichtungen, wie etwa der Kindergarten St. Anna in Rauental, haben sich nach der der Kampagne dazu entschlossen, ihre Kita zur smartphonefreien Zone zu erklären. Das heißt: Sobald zukünftig die Einrichtung betreten wird, soll das Handy nicht mehr benutzt werden. 

Die Idee zur Aktion sei bei den regelmäßig stattfindenden Eltern-Nachmittagen entstanden, so Tatjana Kleehammer. Pädagogische Fachkräfte und Eltern hätten dabei berichtet, dass sich Eltern immer häufiger mit ihrem Handy anstatt mit ihrem Kind beschäftigten – sei es auf der Straße, auf dem Spielplatz oder aber auch beim Hinbringen und Abholen des Nachwuchses in der Kindergarten. „Dabei ist die Begrüßung und Verabschiedung im Kindergarten für die Kleinen enorm wichtig“, betont Kleehammer. Ganz klar gehörten heutzutage Smartphones zum Alltag und erleichterten Vieles. Aber die Nutzung des Handys sollte immer wieder hinterfragt werden, fordert Kleehammer. Genau dieses Ziel verfolgten die Aufsteller: die Eltern zum kritischen Nachdenken anzuregen und sie dafür zu sensibilisieren, dass sie auch Vorbilder sind. Die Plakate haben ihre Wirkung nicht verfehlt. Viele Eltern blieben nachdenklich stehen, einige Kinder wandten sich auch an ihre Eltern, und gemeinsam sprachen sie über die Botschaft des Plakates. „Eine Mutter äußerte sogar, dass sie sich ertappt gefühlt hätte“, berichtet Kleehammer. 

Während die Plakataktion erst mal beendet ist und die Aufsteller wieder eingesammelt wurden, soll das Thema Medienkonsum auch weiterhin bei Eltern-Nachmittagen diskutiert werden. Viele Eltern und Kindertageseinrichtungen hätten zudem den Wunsch geäußert, dass solche Aktionen wiederholt werden sollten, sagt Kleehammer. 

Eine Mutter erklärt ihrer Tochter in der Kinderschule Amalie Struve die Botschaft des Plakates. Foto: Stadt Rastatt

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