Kreistagswahl in Rastatt: CDU stärkste Kraft, aber mit herben Verlusten / Pütsch erhält die meisten Stimmen

(28. Mai 2019) Seit Dienstagmorgen, 28. Mai, um 9 Uhr steht das amtliche Endergebnis des Wahlkreises 1 Rastatt zur Kreistagswahl 2019 fest und damit auch die Verteilung der zwölf Kreistagssitze für die Große Kreisstadt: Mit 24,74 Prozent der Stimmen vorn liegt die CDU, die jedoch auch die größten Verluste von 10,19 Prozent gegenüber 2014 verkraften muss und nur noch mit drei statt bisher vier Sitzen im Kreistag vertreten ist. Die SPD, 2014 noch bei 20,48 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen und mit drei Sitzen ausgestattet, kommt jetzt auf 16,19 Prozent und zwei Sitze. Nahezu gleichbleibend gegenüber 2014 ist das Ergebnis der Freien Wähler, die 15,67 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen können und wieder zwei Sitze belegen (2014: 15,70 Prozent). Einen Zugewinn von 6,19 Prozent erreichen die Grünen und landen bei 15,48 Prozent und zwei Sitzen. Die AfD liegt bei 13,25 Prozent der Stimmen (2014: 5,77 Prozent) und einem Sitz, die FuR bei 7,54 Prozent (2014: 8,24 Prozent) und ebenfalls einem Sitz, die FDP bei 4,46 Prozent (2014: 3,89 Prozent) und einem Sitz und die Linke bei 2,68 Prozent (2014 nicht angetreten).

In den Kreistag gewählt sind damit:
Hans Jürgen Pütsch, 8.542 Stimmen, CDU
Brigitta Lenhard, 5.111 Stimmen, CDU
Dr. Michael Götz, 4.805 Stimmen, CDU
Arne Pfirrmann, 4.671 Stimmen, Freie Wähler
Klaus Föry, 3.318 Stimmen, Freie Wähler
Jonas Weber, 4.702 Stimmen, SPD
Laura Bader, 3.730 Stimmen, SPD
Manuel Hummel, 3.913 Stimmen, Bündnis 90/ Die Grünen
Barbara Dürr, 3.158 Stimmen, Bündnis 90/ Die Grünen
Dr. Volker Kek, 5.206 Stimmen, AfD
Michael Weber, 1.340 Stimmen, FDP
Simone Walker, 4.143 Stimmen, FuR

Erfreut über die höhere Wahlbeteiligung von 44,78 Prozent gegenüber 34,58 Prozent 2014 und über das eigene Wahlergebnis zeigte sich Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch. Das starke Einbrechen der CDU mache ihn mehr als nachdenklich, bekannte der OB. Inhaltlich sei dieser Absturz nicht zu erklären, schließlich habe die CDU im Kreistag sehr erfolgreich gearbeitet und viele Projekte zum Wohle Rastatts und der Region auf den Weg gebracht. Ganz offensichtlich aber hätten die Wählerinnen und Wähler auch bei der Kreistagswahl weniger auf das konkret Erreichte geschaut, als vielmehr eine Protest- und Stimmungswahl vollzogen. „Wir erleben auch hier, dass das alte Parteiensystem geohrfeigt wird und die Volksparteien abgestraft werden“, so Pütsch. Sichtbar werde auch, dass sich viele aus dem konservativen Lager offenbar bei der CDU nicht mehr aufgehoben fühlen und zur AfD abwandern. „Das alles müssen wir in einer gründlichen Wahlanalyse aufarbeiten“, betonte der Oberbürgermeister.

Die Auszählung der Stimmen hatte sich lange hingezogen, weil zunächst ein Programmierfehler auf den Erfassungsbögen für Zeitverzögerung sorgte und anschließend technische Probleme die Übermittlung der Daten an den Kreiswahlleiter im Landratsamt verzögerten.

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