Europawahl 2019 in Rastatt: CDU stärkste Kraft vor den Grünen und der AfD

(26. Mai 2019) Das vorläufige amtliche Endergebnis der Europawahl in der Großen Kreisstadt Rastatt steht seit 21.15 Uhr fest und wurde an den Kreiswahlleiter im Landratsamt übermittelt: Stärkste Kraft in Rastatt ist trotz herber Verluste von 10,86 Prozent die CDU, die 29,47 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen erreicht (2014: 40,33 Prozent). Als zweitstärkste Kraft in Rastatt etablieren sich die Grünen, die 17,55 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen auf sich vereinigen können (2014: 8,81 Prozent). Sie lieferten sich lange ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der AfD, die schließlich als drittstärkste Kraft in Rastatt auf 16,70 Prozent der Stimmen kommt (2014: 10,68 Prozent). Mit Verlusten von 11,07 Prozent nur noch auf dem vierten Platz rangiert die 2014 noch zweitplatzierte SPD; sie holt 2019 15,06 Prozent der Stimmen. Stimmengewinne gab es bei der FDP; sie erreicht 5,23 Prozent der Stimmen (2014: 2,73 Prozent). Auch die Freien Wähler legen zu und kommen auf 3,68 Prozent (2014: 2,27 Prozent). 2,95 Prozent der Rastatter Wahlberechtigten wählten die Linke (2014: 3,13 Prozent) und 9,35 Prozent Sonstige (2014: 5,93 Prozent). 

Die Wahlbeteiligung in Rastatt lag bei 50,98 Prozent und damit mehr als 13 Prozentpunkte über der Wahlbeteiligung bei der Europawahl im Mai 2014 (37,83 Prozent). Dass auch Rastatt bei der Wahlbeteiligung deutlich zugelegt habe, sei für ihn ein sehr erfreuliches Ergebnis des Wahltages, so Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch in einem ersten Kommentar zum Wahlausgang. Zwar hätte er sich gewünscht, sagte der OB, dass die Rastatter Wahlbeteiligung in die Nähe der bundesweiten 60 Prozent gekommen wäre. Aber auch in Rastatt werde deutlich: Den Menschen liege Europa am Herzen. Als Verlierer der Europawahl sieht Pütsch die beiden Volksparteien CDU und SPD. „Die alten Hochburgen“ seien auch in Rastatt verschwunden, wie ein Blick auf die Ergebnisse in den Stadtteilen schnell zeige. Deutlicher Gewinner seien die Grünen, die sicher auch von den Schülerprotesten der vergangenen Monate und dem Ruf nach mehr Klimaschutz profitiert hätten. Über den Erfolg der AfD in Rastatt auch bei der Europawahl zeigt sich der Oberbürgermeister nicht überrascht. Bereits 2014 hätte die AfD hier ein zweistelliges Ergebnis eingefahren. Dennoch schmerze es gerade in Rastatt, dass die AfD viele Wählerinnen und Wähler der alten Volksparteien erreichen konnte.

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