Delegation aus Tunesien besuchte Rastatt, um bürgernahe Verwaltungsstrukturen kennenzulernen

(7.  Mai 2019) Wie ist die Verwaltung der Stadt Rastatt aufgebaut? Wer entscheidet über städtische Projekte? Und wie funktioniert Bürgerbeteiligung in Rastatt? 35 Nachwuchskräfte aus tunesischen Regierungsbehörden, der Wirtschaft und zivilgesellschaftlichen Organisationen informierten sich am 24. April im Rastatter Rathaus über die Aufgaben einer modernen Verwaltung in Deutschland. Der Besuch der tunesischen Delegation in Rastatt war Teil einer Studienreise durch Baden-Württemberg, die von der Führungsakademie Baden-Württemberg in Kooperation mit der Ecole Nationale d’Administration de Tunis (ENA) organisiert worden war. Ziel der Reise: bürgernahe Verwaltungsstrukturen kennenlernen und Impulse bekommen, wie die tunesische Verwaltung modernisiert werden könnte. 

Denn nach den politischen Umbrüchen 2011/2012 durch die „Jasmin-Revolution“ strebt Tunesien dezentrale Verwaltungsstrukturen an. Dazu sollen lokale Gebietskörperschaften gestärkt und der kommunale Bürgerservice ausgebaut werden. Um das Land bei diesem Modernisierungsprozess zu unterstützen, konnten sich die sogenannten Agenten des Wechsels mit Mitarbeitern der Stadt Rastatt austauschen. Nach der offiziellen Begrüßung im Historischen Rathaus durch Bürgermeister Raphael Knoth in Vertretung von Oberbürgermeister Pütsch informierte sich die tunesische Delegation über Bürgerbeteiligung in Rastatt. So präsentierte Jugendbeteiligungsreferent Florian Seeland Projekte der Jugendbeteiligung und der stellvertretende kaufmännische Betriebsleiter des städtischen Eigenbetriebes Bäder, Tobias Peter, die Planung des Kombibads als großes Zukunftsprojekt mit intensiver Bürgerbeteiligung. Viele generelle Fragen zu diesem Thema konnte Dieter Kleisinger, Leiter der Stabstelle Bürgerbeteiligung, beantworten. Die tunesischen Gäste wollten unter anderem wissen, ob jeder oder nur ausgewählte Einwohner bei Entscheidungen und Projekten mitwirken dürfen. Und ob die Bürger frei entscheiden können, ob sie sich beteiligen wollen oder nicht.

Eine tunesische Delegation aus Nachwuchsführungskräften nutzte den Besuch in Rastatt, um sich mit Mitarbeitern der Stadt über kommunale Verwaltungsstrukturen auszutauschen. Foto: Stadt Rastatt

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