Wohngeld


Wohngeld dient der wirtschaftlichen Sicherung angemessenen und familiengerechten Wohnens. Wohngeld ist ein von Bund und Land getragener Zuschuss zu den Aufwendungen für selbst genutzten Wohnraum. Es soll allen helfen, deren Einkommen nicht ausreicht, um die Kosten einer angemessenen Wohnung zu tragen.

Wohngeld wird als Mietzuschuss für Mieterinnen und Mieter und als Lastenzuschuss für Eigentümerinnen und Eigentümer eines selbst bewohnten Eigenheims oder einer Eigentumswohnung auf Antrag gewährt.


Zuständige Stelle

Wohngeldbehörde ist für die Bürgerinnen und Bürger in Rastatt die Stadtverwaltung, Fachbereich Jugend, Familie und Senioren


Voraussetzungen

Ob Sie Wohngeld in Anspruch nehmen können und – wenn ja – in welcher Höhe, hängt von drei Faktoren ab:

  1. der Zahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder. 

  2. der Höhe des Gesamteinkommens. Dies ist die Summe der Jahreseinkommen der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder abzüglich bestimmter Frei- und Abzugsbeträge.

  3. der Höhe der zuschussfähigen Miete bzw. Belastung. Beim Mietzuschuss wird die Miete, beim Lastenzuschuss die finanzielle Belastung jeweils bis zu einem bestimmten Höchstbetrag bezuschusst.

Wer zum Kreis der Berechtigten gehört, hat einen Rechtsanspruch auf Wohngeld.


Wohngeldausschluss

Empfängerinnen und Empfänger folgender Sozialleistungen haben keinen Anspruch auf Wohngeld, wenn bei der Berechnung der Leistung Kosten der Unterkunft berücksichtigt wurden:

  • Arbeitslosengeld II und Sozialgeld
  • Übergangsgeld und Verletztengeld, jeweils in Höhe des Betrages des Arbeitslosengeldes II, auch bei Vorschüssen und Abschlagszahlungen auf Übergangs-  und Verletztengeld
  • Zuschüsse zu den ungedeckten Kosten der Unterkunft für Auszubildende und Studierende
  • Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung
  • Hilfe zum Lebensunterhalt
  • Ergänzende Hilfe zum Lebensunterhalt oder andere Hilfen in einer stationären Einrichtung, die den Lebensunterhalt umfassen, nach dem Bundesversorgungsgesetz oder nach einem Gesetz, das dieses für anwendbar erklärt
  • Leistungen für Asylbewerber
  • Kinder- und Jugendhilfe, wenn im Haushalt ausschließlich Empfänger dieser Leistungen leben

Die angemessenen Kosten der Unterkunft werden im Rahmen dieser Sozialleistungen übernommen.

Für Auszubildende und Studierende kommt ein Wohngeldanspruch in Betracht, wenn einem oder mehreren Haushaltsmitgliedern Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) bzw. BAföG dem Grunde nach nicht zusteht.


Verfahrensablauf

Um Wohngeld zu erhalten, müssen Sie bei der zuständigen Wohngeldbehörde einen Antrag auf dem hierfür vorgesehenen amtlichen Vordruck persönlich oder per Post einreichen. Ein per E-Mail zugeschickter Antrag ist nur gültig, wenn die E-Mail mit einer qualifizierten elektronischen Signatur versehen ist. Den Antrag können Sie während unserer Sprechzeiten (Dienstag und Freitag von 8 Uhr bis 12 Uhr und Mittwoch von 14 Uhr bis 17 Uhr) persönlich abgeben. Während der Sprechzeiten können Sie sich auch beraten lassen und offene Fragen zur Antragstellung oder zu Ihrer Wohngeldberechtigung klären. 

Wohngeld wird grundsätzlich für zwölf Monate gewährt. Um nach dem Bewilligungszeitraum weiterhin Wohngeld zu erhalten, ist ein neuer Antrag erforderlich. Den sogenannten Weiterleistungsantrag können Sie frühestens zwei Monate vor Ablauf des Bewilligungszeitraumes stellen.

Bitte beachten Sie, dass Wohngeld immer rückwirkend zum 01. des Monats, in dem der Antrag eingegangen ist, bewilligt wird.

Ihrem Antrag fügen Sie bitte entsprechende Nachweise, wie z.B. Mietvertrag, Nachweise über die monatlichen Belastungen für Ihr Eigenheim, Lohn- und Gehaltsabrechnungen bei.

Beachten Sie, dass Sie während des Bezuges von Wohngeld alle Änderungen in den genannten Anspruchsvoraussetzungen, z.B. Miet- und Belastungsverringerungen, Einkommenserhöhungen, Änderungen in der Anzahl der Haushaltsmitglieder, Umzug usw. mitteilen müssen.


Weitere Informationen zum Wohngeld erhalten Sie auf folgender Seite des Bundesministeriums des Inneren, für Bau und Heimat:

https://www.bmi.bund.de/DE/themen/bauen-wohnen/stadt-wohnen/wohnraumfoerderung/wohngeld/wohngeld-node.html 

Kontakt

Fachbereich Jugend, Familie und Senioren,
Kundenbereich Planung und Verwaltung

Kaiserstraße 48 (Fruchthalle),
76437 Rastatt

E-Mail: planung-und-verwaltung@rastatt.de

Ihre Ansprechpartnerinnen:

Stephanie Kühn
(Sachbearbeiterin A - K)
Tel. 07222 972-9431
stephanie.kuehn@rastatt.de 

Rebecca Schulz
(Sachbearbeiterin L - Z)
Tel. 07222 972-9430
rebecca.schulz@rastatt.de


Öffnungszeiten:

Dienstag u. Freitag:
8 Uhr bis 12 Uhr
Mittwoch:
14 Uhr bis 17 Uhr