Mitgliederversammlung der Seniorenhilfe: Finanzielle Durststrecke überwunden

(12. April 2019) Sie besuchen ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger an Geburtstagen, bringen ihnen kleine Präsente vorbei und ganz wichtig - sie hören den Menschen zu: Die 40 Aktiven des Rastatter Vereins Seniorenhilfe leisten einen wertvollen Dienst für die Bürger in Rastatt. Für ihr Engagement dankte Bürgermeister Arne Pfirrmann am Mittwoch, 10. April, bei einer Mitgliederversammlung im Café Pagodenburg. Gleichzeitig gab es bei der Veranstaltung etwas zu feiern. Denn vier Helferinnen wurden für ihre zehnjährige Mitgliedschaft geehrt. Joachim Hils, Fachbereichsleiter für Jugend, Familie und Senioren bei der Stadt Rastatt, konnte den Mitgliedern darüber hinaus eine positive Entwicklung verkünden: „Nach einer langen Durststrecke ist der Verein finanziell nicht mehr auf die Unterstützung der Stadt angewiesen.“

Seit mehr als zehn Jahren lägen die Einnahmen im vergangenen Geschäftsjahr über den Ausgaben, erläuterte Fachbereichsleiter Hils. Grund dafür seien zahlreiche Spenden ortsansässiger Unternehmen, Vereine und Vereinigungen sowie Einzelspenden. Aber auch die Spendenboxen, die in Rastatter Geschäften aufgestellt sind, hätten sich bezahlt gemacht. Der Stand auf dem Rastatter Weihnachtsmarkt wurde von Hils als eine weitere wichtige Einnahmequelle genannt. Sie diene zudem als Möglichkeit, Präsenz zu zeigen und dadurch neue Mitglieder und Helfer zu gewinnen. „Wir sind allen Spendern und Unterstützern des Vereins Rastatter Seniorenhilfe sehr dankbar. So können wir einsamen und bedürftigen Senioren in Rastatt weiterhin ein Angebot machen“, sagte Hils.

Seit zehn Jahren im Helferteam

Ein herzliches Dankeschön sprach Bürgermeister Pfirrmann bei der Mitgliederversammlung vier langjährigen Ehrenamtlichen aus. Eine davon war Christine Bollian, die seit zehn Jahren als Helferin für Seniorinnen und Senioren im Einsatz. 40 Personen betreut sie in ihrem Bezirk. Ihre Motivation, sich im Verein zu engagieren, sei damals aus dem Wunsch heraus entstanden, als Rentnerin noch etwas Sinnvolles zu machen. „Es ist ein schönes Gefühl, anderen eine Freude zu machen“, erzählte Bollian bei der Feierlichkeit. An ihrer Tätigkeit schätze sie, dass sie sich ihre Besuche selbst einteilen kann und nicht an ein bestimmtes Datum oder eine Uhrzeit gebunden sei. So habe sie selbst auch noch genügend Freiraum. Normalerweise steht Christine Bollian mit Präsenten vor der Tür der Seniorinnen und Senioren, bei der Mitgliederversammlung durfte sie nun ein Geschenk von Bürgermeister Pfirrmann entgegennehmen. „Danke, dass Sie sich für Ihre Mitmenschen einsetzen“, sagte er bei der Übergabe. In Abwesenheit dankte der Bürgermeister zudem Natalia Gumenjuk, Alla Kuznyetsova sowie Patricia Müller. Auch sie unterstützen die Seniorenhilfe seit zehn Jahren, konnten jedoch an den Feierlichkeiten nicht teilnehmen. 

Veranstaltungen im Rossi-Haus geplant

Als Zugewinn für die Arbeit des Vereins bezeichneten Pfirrmann und Hils den Umzug der Geschäftsstelle ins Rossi-Haus. Man wolle nicht nur die Schnittstelle zum Seniorenbüro nutzen, sondern das Bürgerforum mit seinem Ambiente und der Barrierefreiheit auch für Veranstaltungen. Geplant ist in diesem Jahr unter anderem eine Vortragsreihe, bei der die Teilnehmer Infos über gesunde Ernährung im Alter oder die verschiedenen Pflegegrade bekommen. Zudem wolle man in Zusammenarbeit mit dem Polizeipräsidium Offenburg einen Vortrag anbieten, bei dem ein Polizeibeamter über die Maschen von Trickbetrügern informiert, die es häufig auf ältere Personen abgesehen haben.

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