Freiwilliges Ökologisches Jahr: Zwei Schwaben bei der Stadt Rastatt

Haben viel gemeinsam und sind oft draußen in der Natur: die beiden FÖJler bei der Stadt Rastatt (v.l. Madeline Garke und Jan de Boer). Foto: Stadt Rastatt.

(15. Februar 2019) Was haben zwei junge Leute gemeinsam, die sich noch nie zuvor gesehen haben? Die Liebe zur Natur und ganz viel Engagement für den Umweltschutz: Seit September 2018 absolvieren Madeline Garke und Jan de Boer ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) bei der Stadt Rastatt im Kundenbereich Ökologie und Grün. Die beiden haben im Juni 2018 ihr Abitur abgelegt, sich für ein FÖJ bei der Stadt Rastatt beworben und hatten Glück: Sie ergatterten die zwei städtischen FÖJ-Plätze. 

Die Stadt Rastatt bietet bereits seit 1991 jedes Jahr zwei jungen Menschen die Möglichkeit, ein FÖJ abzuleisten. Das Freiwillige Ökologische Jahr ist ein ökologisches Bildungsjahr. Junge Menschen, die die Schule beendet haben, können bis zum 27. Lebensjahr ein FÖJ machen. Die Art der Schulausbildung ist unwichtig. Das FÖJ beginnt in der Regel am 1. September und dauert bis zum 31. August des Folgejahres.

Das Freiwillige Ökologische Jahr ist eine gute Möglichkeit für Schüler, die sich nach dem Schulabschluss orientieren oder weiterbilden möchten. So war es auch bei de Boer, der aus Stuttgart-Feuerbach stammt. Er wollte nicht direkt nach dem Abitur mit dem Studieren beginnen und hat sich ein Jahr Auszeit gegönnt. Nach dem FÖJ soll es dann mit dem Informatik-Studium losgehen. Garke aus Dobel hingegen wusste nach dem Abitur noch nicht, wie es beruflich weitergehen sollte. Das FÖJ nutzte sie zur Orientierung. Mittlerweile hat sich Garke dafür entschieden, weiterhin im Umweltbereich tätig zu sein. Sie möchte Umweltwissenschaften studieren. 

Was macht man so als FÖJler bei der Stadt Rastatt? Die FÖJler arbeiten in den verschiedensten Bereichen des kommunalen Umweltschutzes mit. Garke und de Boer haben ihre eigenen Arbeitsplätze im Rathaus in der Herrenstraße 15, in dem sie Büroarbeiten erledigen und Projekte vorbereiten, wenn das Wetter nicht so toll ist. Ansonsten sind sie viel draußen unterwegs. Sie pflegen die Ökostation der Stadt Rastatt bei den Gaskesseln, kümmern sich um die Rinder im Rastatter Ried und übernehmen viele Aufgaben im Bereich des  Artenschutzes. Außerdem kümmern sie sich um das Projekt „Althandys retten Berggorillas“. Bürger werden dabei aufgerufen, ihre alten Handys im Bürgerbüro der Stadt Rastatt abzugeben, damit sie ordnungsgemäß recycelt werden können. Die in den Handys enthaltenen Metalle werden wiederverwendet und so der Lebensraum der im Kongo lebenden Berggorillas geschützt.

Madeline Garke und Jan de Boer sind glücklich, sich für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr entschieden zu haben, da ihnen der Arbeitsplatz in Rastatt und die Aufgaben, für die sie zuständig sind, gut gefallen. Garke lebt zum ersten Mal in einer für sie großen Stadt, wohingegen de Boer Rastatt im Vergleich zu Stuttgart klein findet. Da beide einen langen Anfahrtsweg von ihren Wohnorten nach Rastatt haben, nutzen sie die Wohnung, die den FÖJlern von der Stadt zur Verfügung gestellt wird und lernen so, einen eigenen Haushalt zu führen. Am Wochenende fahren sie nach Hause, um Freunde und Familie zu besuchen.

Sind sie zufrieden mit ihrer Entscheidung? „Wir können jedem Schüler ein FÖJ nur wärmstens empfehlen, da man in diesem Jahr so viel lernt und viele neue und interessante Leute kennenlernt“, sind sich Garke und de Boer einig. „Und es macht jede Menge Spaß.“

Wer ebenfalls Interesse an einem FÖJ hat: Das Bewerbungsverfahren für das FÖJ 2019/2020 ist bereits gestartet, ab Mitte März 2019 erfolgt die Vergabe der Plätze. Mehr Infos und Bewerbung unter https://www.foej-bw.de/. Hier kann man sich auf über 80 verschiedene Stellen in ganz Baden-Württemberg und auch auf die FÖJ-Stellen bei der Stadt Rastatt bewerben.

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