Stadtbibliothek Rastatt zieht Bilanz: 2018 mehr als 1.000 Neuanmeldungen, starker Zuwachs bei E-Medien-Ausleihe

(22. Januar 2019) 2018 war für die Stadtbibliothek Rastatt ein erfolgreiches Jahr. Die Besucherzahlen sind konstant hoch, rund 5.300 Kunden entliehen durchschnittlich 50 Medien pro Jahr, fast 500 Besucher kamen pro Öffnungstag in das lebendige Medienhaus zum Schmökern, Arbeiten oder Lernen. Gefreut hat sich das Bibliotheksteam über mehr als 1.000 Neuanmeldungen. Und das nicht ohne Grund: Über 2.500 neue, gut besprochene Bücher wurden im vergangenen Jahr erworben, damit stehen jetzt fast 45.000 Bände in den Regalen, die rund 140.000 Mal entliehen wurden. 2018 setzte sich der Trend weg von den klassischen Medien hin zu den digitalen weiter fort: Die E-Medien-Ausleihe erfreute sich wachsender Beliebtheit und verzeichnete ein sattes Plus von 23 Prozent. Alle elektronischen Medien zusammen – Spielfilme, Musik-CDs, Hörbücher, Konsolenspiele und E-Medien – erzielten mit fast 117.000 Ausleihen 43 Prozent der Jahresausleihe. Einziger Wermutstropfen: Bei der Medienausleihe gab es einen leichten Rückgang, verursacht unter anderem durch den heißen Sommer.

Bürger und Umwelt profitieren von Medien-Sharing
Durch die Stadtbibliothek profitierten auch im Jahr 2018 viele Bürgerinnen und Bürger wieder vom Medien-Sharing. „Der Ressourcenteilung kommt in Zeiten des fortschreitenden Klimawandels immer größere Bedeutung zu. Das gemeinsame Nutzen von Gütern, das Teilen und Leihen erzeugt Nachhaltigkeit. Diesen Sharing-Gedanken verkörpern bereits seit Jahrzehnten die Bibliotheken als offene Kultur- und Bildungseinrichtungen, indem sie einen breiten Medienbestand und eine gute technische Ausstattung allen Bürgerinnen und Bürgern zum gemeinsamen Gebrauch zur Verfügung stellen. Damit sind sie wichtiger Baustein bei der Erreichung der kommunalen Nachhaltigkeitsziele“, betont Bibliotheksleiterin Barbara Brünner. 

Leichter Rückgang bei der Medienausleihe 
Die Medienausleihe verzeichnet für das Jahr 2018 mit rund 270.000 Medien einen leichten Rückgang in allen Bereichen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Der Jahrhundertsommer lud zu mehr Outdoor-Aktivitäten ein, zugleich war es in der Stadtbibliothek an überdurchschnittlich vielen Tagen schlicht zu heiß für eine entspannte Medienauswahl. Im November konnte wegen eines Risses des zentralen Glasfaserkabels eine Woche lang nur im Notbetrieb gearbeitet werden, mit deutlich vermindertem Service- und Beratungsangebot. Der digitale Wandel und das damit einhergehende veränderte Nutzungsverhalten haben ebenfalls Auswirkungen auf die Stadtbibliothek: Durch die permanente Nutzung von Social Media fehlt die Zeit zum konzentrierten Lesen. Weiter nutzen viele Jüngere verstärkt Streaming-Dienste im Musik- und Filmbereich, die immer kostengünstiger werden. 

E-Medien weiter im Kommen 
Umso erfreulicher ist der starke Zuwachs bei der E-Medien-Ausleihe, Erfolg auch der gut nachgefragten E-Medien-Sprechstunde. Im Onleiheportal Mittlerer Oberrhein www.onleihe.de/more werden inzwischen rund 24.000 E-Medien zum Download angeboten. Alle Elektronischen Medien zusammen machten mehr als ein Drittel der Jahresausleihe aus. Nicht erfasst sind hier die Nutzung der Online-Datenbanken – Länder- und Personeninformation sowie PressReader mit dem Zugang zu 7.000 Zeitungen und Zeitschriften weltweit. Neu im Angebot sind Spiele für die Konsole Switch von Nintendo, neben Playstation- und XBOX-Konsolen eine viel nachgefragte Gruppe. Die 300 Spiele wurden durchschnittlich fast 13 Mal ausgeliehen, ein Rekordumsatz, der nur noch durch die hohe Nutzung der Kinderfilme übertroffen wurde.

Spiele stark nachgefragt 
Aber nicht nur digitale Spiele erfreuen sich großer Nachfrage, auch die „analogen“ Spiele, also Brett- und Familienspiele, werden weiter gut genutzt. Die angebotenen 411 Spiele wurden durchschnittlich mehr als acht Mal pro Jahr ausgeliehen. Sie stehen gleichwertig neben dem Buch als didaktisches Medium, Kinder lernen beim Spielen wichtige Fähigkeiten wie Empathie und Impulskontrolle und trainieren Konzentrationsvermögen und Denkfähigkeit.

Bücher bilden weiterhin Kernbestand der Stadtbibliothek 
Bücher bilden, trotz der großen Nachfrage nach Nonbook-Medien, weiterhin den Kernbestand der Stadtbibliothek, denn Lesen ist und bleibt die zentrale Schlüsselkompetenz der Wissensgesellschaft. 

Der wichtigste Bereich bleibt die Kinder- und Jugendbibliothek, diese bietet vom Pappbilderbuch bis zum Jugendroman die besten Werke der Kinder- und Jugendbuchautoren. Neue bunte Möbel für die vielen Bilderbücher unterstreichen deren Wichtigkeit.

Regelmäßig ergänzt wird auch der Roman-Bereich, vom Krimi bis zum Frauenroman. Hier verschiebt sich allerdings die Ausleihe immer mehr zu den praktischen E-Books. Romane, die als Hörbuch angeboten werden, sind ebenfalls sehr beliebt.

Trotz Google bleiben Informationen aus Sachbüchern wichtig, sie sind zuverlässiger als Recherchen aus dem Internet und meist anschaulicher formuliert. Viele Schüler profitieren vom gut sortierten Sachbuchbestand der Stadtbibliothek für Referate und Projekte und bei der Vorbereitung der Schulabschlussprüfungen. Die Lernräume und vielen Arbeitsplätze werden von Lerngruppen und für Nachhilfe gerne in Anspruch genommen. Ergänzend können PCs für Textverarbeitung und Internet mit Druckern genutzt werden, dazu funktioniert freies WLAN im ganzen Haus.

Über 100 Zeitschriften-Abos aus allen Interessenbereichen ergänzen den Ausleihbestand, wobei das aktuelle Heft vor Ort bei einer Tasse Kaffee auch in der Mittagspause gelesen werden kann, ebenso die aktuellen Tageszeitungen.

Förderung von Lese- und Medienkompetenz einer der zentralen Aufgaben 
Die Förderung von Lese- und Medienkompetenz bleibt neben der Pflege des Medienbestandes die zentrale Aufgabe der Stadtbibliothek. Freude am Lesen und den überlegten Umgang mit Medien zu vermitteln ist auch im Bibliotheksprofil fest verankert. 

2018 wurden 70 Gruppen – Kindergärten, Schulklassen und Integrations-Deutschkurse – in die Nutzung der Stadtbibliothek eingeführt. 41 individuell zusammengestellte Medienkisten wurden an Kindergärten und Schulen ausgeliehen. Kindergärten nutzen häufig das Kamishibai-Angebot für eigene Vorleseaktionen. Wieder von der Stadtbibliothek organisiert wurde der Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels; 16 Schulen entsandten ihre besten Vorleserinnen und Vorleser zum Kreisentscheid ins Rastatter Kellertheater. Aktive Leseförderung bot die Stadtbibliothek aufs Neue mit dem Vorlesesommer für Grundschulkinder und dem Sommerleseclub "Heiß auf Lesen" für Schüler der 5. und 6. Klassen.

Kellertheater beliebter Veranstaltungsort 
Die Stadtbibliothek nutzt das schöne historische Kellertheater seit ihrem Bestehen für ihr Veranstaltungsprogramm. Für Kinder öffnete sich im vergangenen Jahr 44 Mal der Vorhang für Theatergastspiele, Kinderfilme, Lesungen, Kamishibai und Bilderbuchkino, Vorlese- und Bastelrunden. Für Erwachsene organisierte die Stadtbibliothek acht Abende im Kellertheater, mit einer Mischung aus Poetry Slam, Kabarett, Badischem und Literarischem; zum ersten Mal wurden „Ziemlich-beste-Bücher“ des Jahres aus dem Kinderbuch- und Romanbereich vorgestellt.

Freude am Lesen und den überlegten Umgang mit Medien zu vermitteln gehören zu den zentralen Aufgaben der Stadtbibliothek Rastatt. Die Kinder- und Jugendbibliothek bietet kleinen Besuchern die besten Werke der Kinder- und Jugendbuchautoren. Neue bunte Möbel für die vielen Bilderbücher laden zum Stöbern ein. Foto: Stadt Rastatt.

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