Neuer Standort Staffelschnatzer eingeweiht: „Schön, dass man hier Traditionen bewahrt“

(31. Januar 2019) Ziemlich entspannt saß er da an seinem neuen Standort und ließ sich weder vom regnerischen und stürmischen Wetter noch von den prominenten Besuchern aus der Ruhe bringen: Rastatts bronzene Symbolfigur, der Staffelschnatzer, hatte bei der offiziellen Einweihung seines neuen Domizils an der Schließbrücke am Mittwoch, 30. Januar, die angenehme Beobachterrolle. „Es gibt keinen besseren Platz“, zeigte sich Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch angetan vom neuen Standort auf einer Grünfläche an der Murgstraße. Dem konnten die zahlreich erschienenen Mitglieder des Vereins Georgenvorstadt und auch Künstler Kurt Tassotti, der extra aus Mühlacker angereist war, nur zustimmen. Die Suche nach einem angemessenen Standort habe zwar lange gedauert, so der OB, aber der Stadtverwaltung sei es wichtig gewesen, für die Skulptur einen prominenten Platz im „Kalabrich“ zu finden. Schließlich stehe die Figur sinnbildlich für die Rastatter Bürger, die auch scherzhaft Staffelschnatzer genannt werden. 

Damit die Bürger zukünftig angenehm beim Staffelschnatzer verweilen können, versprach Pütsch, auf der Grünfläche eine Bank aufstellen zu lassen. Und damit „die Leut nicht fragen, was ist das?“, wird noch eine kleine Infotafel zum Staffelschnatzer angebracht – so die Zusage des OB auf eine Bitte des Vereins Georgenvorstadt. „Wie schön, dass man hier Traditionen bewahrt“, freute sich Bildhauer Kurt Tassotti. Er lobte die Zusammenarbeit mit der Stadt und der Firma Gerike, die den Umzug des Staffelschnatzers technisch bewerkstelligt und auch die Fertigteilwand hergestellt hatte, an der die Bronzefigur nun lehnt. 

Der Staffelschnatzer war 1991 als Brunnenfigur von Kurt Tassotti gestaltet worden und stand lange Jahre in der Nähe des jetzigen Standortes im hinteren Bereich des Modeparks Röther. Dort musste die Skulptur 2012 wegen Umbau des Modehauses weichen. Es begann eine intensive Suche nach einem geeigneten neuen und dauerhaften Standort. Aber entweder waren die ins Auge gefassten Standorte von der Beschaffenheit her nicht geeignet oder aber der historische Bezug zum Kalabrich fehlte. Während die Standort-Suche weiterging, wurde der Staffelschnatzer in der Bildhauer-Werkstatt Tassotti komplett erneuert und in Bronze gegossen. Denn die Jahre waren nicht spurlos an der Skulptur vorübergegangen. Und so entschied OB Pütsch, Bildhauer Tassotti nicht nur mit einer Schönheitsreparatur, sondern einer umfassenden Erneuerung des Staffelschnatzers zu beauftragen. Die neue Bronzeskulptur war im März 2017 fertiggestellt und wartete seither gut verpackt bei den Technischen Betrieben auf seinen Umzug in die neue alte Heimat. Die Neugestaltung des Staffelschnatzeres kostete knapp 23.000 Euro; mit den weiteren Herstellungskosten für die Fertigteilwand und den Arbeiten am Gelände ergeben sich Gesamtkosten in Höhe von knapp 40.000 Euro.

Zur Einweihung des neuen Staffelschnatzers am neuen Standort an der Schließbrücke waren OB Pütsch, Bildhauer Tassotti und Mitglieder des Vereins Georgenvorstadt gekommen. Fotos: Stadt Rastatt
Zur Einweihung des neuen Staffelschnatzers am neuen Standort an der Schließbrücke waren OB Pütsch, Bildhauer Tassotti und Mitglieder des Vereins Georgenvorstadt gekommen. Fotos: Stadt Rastatt

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