Positiv gegen den Landestrend: Rastatter Kinder sind gut auf die Grundschule vorbereitet

(31. Januar 2019) Der in der vergangenen Woche veröffentlichte Bildungsbericht Baden-Württemberg weist auf erschreckende Defizite hin, die Kinder bei der Einschulungsuntersuchung, circa eineinhalb Jahre vor der Einschulung, haben. So zeige jedes vierte Kindergartenkind mangelhafte Deutschkenntnisse und verfüge nicht über eine ausreichende Schulfähigkeit. Die alarmierende Situation im Land trifft glücklicherweise auf Rastatt nicht zu, betont Jörg Böhmer, städtischer Kundenbereichsleiter Kindertagesbetreuung, Verantwortlicher für vier Kitas in städtischer Trägerschaft und Koordinator von Förderprogrammen für alle 24 Kinderbetreuungseinrichtungen in Rastatt. „Rastatts Werte in Sachen Sprachkompetenz der Vorschulkinder sind deutlich besser als im Landesdurchschnitt. Wir können mit Stolz sagen: Die Rastatter Kinder sind gut auf die Grundschule vorbereitet.“

Zum Fazit des Kultusministeriums aus dem Bildungsbericht, die Sprachförderung in den Kitas müsse ausgeweitet werden, sagt der Kundenbereichsleiter: „Das ist bei uns längst Realität.“ Bereits seit vielen Jahren engagiert sich Rastatt für eine intensive frühkindliche Bildung und Betreuung. Eine große Herausforderung, denn der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund ist in Rastatt besonders hoch und entsprechend auch der Förderbedarf. Mit gezielten Förderprogrammen, wie dem BiRKE-Projekt (Bildung in Rastatter Kindertageseinrichtungen), und gut ausgebildetem Fachpersonal setzt die Barockstadt insbesondere darauf, die Sprachkenntnisse in der Kindergartenzeit zu verbessern. Nicht nur die städtischen Kitas setzen die Förderprogramme um, auch die kirchlichen und freien Kindertageseinrichtungen. Ein erfolgreicher Ansatz, wie der Kundenbereichsleiter berichtet. Wenn die dreijährigen Kinder in die Rastatter Kitas kommen, haben sie durchschnittlich eine altersgemäße Sprachkompetenz von 45 Prozent. Ein Jahr später, dank der gezielten städtischen Sprachförderung, beträgt der Wert bereits 60 Prozent. Und ein Jahr vor der Einschulung, mit fünf Jahren, haben 82 Prozent der Rastatter Kita-Kinder bereits Sprachkenntnisse, wie sie dem Alter entsprechen. Bei der Einschulung liegt der Wert dann nochmals höher. 

Wie erfasst Rastatt die Werte und ordnet die Schulfähigkeit ein? Einerseits durch kontinuierliche Begleitung und Dokumentation. Vor Ende der Kindergartenzeit füllen dann die Erzieherinnen und die Kooperationslehrerinnen den sogenannten Rastatter Bogen aus –eine Orientierungshilfe zur Einschätzung der Schulfähigkeit. Anschließend formulieren sie eine Empfehlung zur Aufnahme in die Grundschule. 

Rastatt setzt auf gezielte Förderung in den Kitas. Foto: Stadt Rastatt.

Folgen Sie uns auf:


Kontakt:

Pressestelle Stadt Rastatt

Telefon: 07222 972-1300
oder -1301

E-Mail: pressestelle@rastatt.de