Rastatter Schulen sparen auch 2017 kräftig Energie ein: Tulla-Gymnasium Sieger beim diesjährigen „Fifty-Fifty-Projekt“

(14. November 2018) Rastatts Schulen haben es auch im vergangenen Jahr geschafft, ihren Heizungs-, Strom- und Wasserverbrauch weiter zu drosseln. Das zeigen die Ergebnisse des „Energiesparbeteiligungsprojekts Fifty-Fifty 2017“, die Horst Fernsner von der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH (KEA) gemeinsam mit Vertretern der Stadt Rastatt den beteiligten Schulen vorgestellt hat. Somit kann die Stadt Rastatt für das dritte Jahr des fünften „Fifty-Fifty-Projekts“ insgesamt Einsparbeteiligungen und Prämien in Höhe von 4.078 Euro an die Schulen ausbezahlen. An dem Projekt hatten im letzten Jahr insgesamt zwölf Rastatter Schulen in städtischer Trägerschaft teilgenommen.

Seit 2001 führt die Stadt Rastatt das Energieeinsparbeteiligungsprojekt „Fifty-Fifty“ durch. Die teilnehmenden Schulen erhalten als Belohnung 50 Prozent der eingesparten Energiekosten von der Stadt zu freien Verfügung zurück, fünf Prozent die jeweiligen Hausmeister. Grundidee des Projekts ist, beim Energiesparen an den Schulen anzusetzen, da dort erfahrungsgemäß viel Energie verbraucht wird. Außerdem sollen die Schülerinnen und Schüler langfristig für den sparsamen und nachhaltigen Umgang mit Energie und Rohstoffen sensibilisiert werden. Wie im Gemeinderat Anfang 2018 bilanziert wurde, konnten die beteiligten Schulen durch das Projekt beispielsweise ihren Wärmeverbrauch im Vergleich zum Mittelwert der Jahre 1998/1999/2000 bereits um 43 Prozent senken.

In diesem Jahr wird die höchste Summe an das Tulla-Gymnasium (1.519 Euro) ausgeschüttet, gefolgt von der Gustav-Heinemann-Schule (655 Euro) und der Hans-Thoma-Schule (652 Euro). Insgesamt konnten sieben Schulen Einsparungen gegenüber dem Referenzwert in einer oder zwei Kategorien Heizung, Strom und Wasser vorweisen. Wie Fernsner berichtete, haben sich gegenüber dem Vorjahr die Einsparungen beim Heizenergie- und Stromverbrauch der Schulen insgesamt etwas verbessert, sind jedoch beim Wasserverbrauch nahezu gleich geblieben. 

Mit dem Ergebnis des Jahres 2017 endet die fünfte Projektphase. Jede Phase dauert drei Jahre. Wie die Beteiligten vereinbart haben, soll das „Fifty-Fifty-Projekt“ weiter fortgesetzt werden. Allerdings ohne das Tulla-Gymnasium – es pausiert wegen der dortigen Sanierungsmaßnahmen. Und mit neuen Rahmenbedingungen: 2018-2021 soll als Referenzwert für die Ausschüttung der Prämien nicht wie bislang der geringste Verbrauch gelten, sondern der Mittelwert aus dem Projektzeitraum 2015-2017. Theoretisch könnten so größere Belohnungen an die Schulen ausgeschüttet werden. Die Verantwortlichen erhoffen sich davon einen Motivationsschub, denn zuletzt war weniger Energie als erhofft eingespart worden. Wurden 2015 noch insgesamt 9.163 Euro an die Schulen ausgezahlt, so hatte sich diese Summe 2016 auf 2.477 Euro verringert, 2017 war sie immerhin wieder angestiegen. 

Zusätzlich und um die Motivation für das „Fifty-Fifty-Projekt“ weiter zu fördern, hat die Stadt Rastatt finanzielle Mittel für Unterstützungsangebote der KEA bereitgestellt. Die KEA bietet beispielsweise Unterrichtseinheiten zu Energiethemen an, welche die Schulen unabhängig von der Teilnahme am Energiesparbeteiligungsprojekt in Anspruch nehmen können und die auch mit Projekttagen oder Schulfesten kombinierbar sind.

Für die langjährige konsequente Durchführung des „Fifty-Fifty-Energieeinspar-Beteiligungsprojektes“ wurde die Stadt Rastatt bereits mehrfach ausgezeichnet. So hat sie beim bundesweiten Wettbewerb „Energiesparkommune“ und beim bundesweiten Wettbewerb „Klimaschutzkommune“ der Deutschen Umwelthilfe jeweils erste Plätze errungen. Im Jahr 2011 konnte die Stadt Rastatt für das "Rastatter Modell – Ein Fifty-Fity-Energieeinsparprojekt für Rastatter Schulen" den ersten Preis im Wettbewerb "Energieeffizienz in Kommunen – Gute Beispiele 2011" der Deutschen Energie-Agentur entgegennehmen.

Folgen Sie uns auf:


Ansprechpartner für die Presse

Pressestelle Stadt Rastatt

Telefon: 07222 972-1300
oder -1301

E-Mail: pressestelle@rastatt.de