Der Erste Weltkrieg und die Zeitenwende 1918/19 im Elsass – Vortrag am 19. Oktober im Stadtmuseum

(17. Oktober 2018) Am Freitag, 19. Oktober, lädt das Stadtmuseum um 18 Uhr ein zu einem Vortrag des Stadtarchivars von Nancy. Archivar Daniel Peters wird über den Ersten Weltkrieg und die Zeitenwende 1918/19 im Elsass berichten – und den Zuhörern die französische Sicht der historischen Ereignisse näherbringen. Der Eintritt ist frei, eine vorherige Anmeldung nicht erforderlich. 

Im Herbst 1918/19 erlebten Elsass und Lothringen eine Zeitenwende. Unmittelbar nach dem Waffenstillstand vom 11. November 1918 wurde das damalige „Reichsland“ von französischen Truppen besetzt und nach 47 Jahren wieder in den französischen Staat eingegliedert. Doch die deutschen Jahre hatten Spuren hinterlassen. Viele Elsässer und Lothringer waren als Deutsche geboren, in der Schule und während des Militärdienstes zu Deutschen erzogen worden und kämpften während des Ersten Weltkriegs für das Kaiserreich. Frankreich kannten sie nur aus Erzählungen ihrer Eltern oder Großeltern. Daher war für sie die Rückkehr zu Frankreich eine große Herausforderung. Auch für Rastatt brachten die neuen Grenzen des Versailler Vertrags Probleme mit sich. Der wichtige Absatzmarkt im Elsass brach wegen der Zollgrenze weg und die ausgewiesenen Deutschen mussten aufgenommen und integriert werden. 

Der Vortrag ist Teil des Veranstaltungsprogramms zur aktuellen Sonderausstellung „Es lebe das Neue!“? Rastatt in der Weimarer Republik – Ein Stück Demokratiegeschichte. Die Sonderausstellung gehört zum länderübergreifenden Kooperationsprojekt „Netzwerk Museen“, das sich 2018/19 die „Zeitenwende 1918/19 Le tournant“ zum Thema macht. Sie ist noch bis zum 3. Februar 2019 im Stadtmuseum zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen: donnerstags bis samstags von 12 bis 17 Uhr, sonntags und feiertags von 11 bis 17 Uhr. Nähere Informationen unter 07222 972-8400 oder-8402 oder per E-Mail an museen@rastatt.de.

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