Vielfalt verbindet: Interkulturelle Wochen 2018 - bunt und lebendig, offen für Neues und Tradition

Vielfalt zeigt sich spielerisch im Kulturforum Rastatt. / Foto: Stadt Rastatt

(17. September 2018) Seit 1975 gibt es immer in der letzten Septemberwoche bundesweit die Interkulturellen Woche. Rastatt ist seit 2011 dabei. Und seither hat sich die Interkulturelle Woche so gut etabliert, dass aus den anfänglich elf Kooperationspartnern heute 48 und aus damals elf Veranstaltungen heute 51 geworden sind. So bleibt es auch nicht bei einer Woche: In Rastatt werden von 15. September bis 6. Oktober unter dem Motto „Vielfalt verbindet“ Interkulturelle Wochen gefeiert. Alleine in Rastatt finden 23 Veranstaltungen statt. Organisiert werden sie von der Beauftragten für Chancengleichheit und Integration der Stadt Rastatt, Petra Heinisch-Hildenbrand, von der Integrationsbeauftragten des Landratsamtes Rastatt, Tamina Hommer, und den bewährten Mitorganisatorinnen der ersten Stunde vom Arbeitskreis für Aus- und Weiterbildung e.V., Yvonne Holz und Katharina Schlosser vom Caritasverband Rastatt e.V.

Die offizielle Auftaktveranstaltung mit dem Philosophen und Schriftsteller Dr. phil. Michael Schmidt-Salomon steigt am Samstag, 22. September, ab 17.30 Uhr in der Städtischen Galerie Fruchthalle. Das Thema seines Vortrags lautet: „Die Grenzen der Toleranz – Warum wir die offene Gesellschaft verteidigen müssen“. Schmidt-Salomon erklärt, warum grenzenlose Toleranz im Kampf gegen Demagogen auf beiden Seiten nicht hilft und wie wir die richtigen Maßnahmen ergreifen, um unsere Freiheit zu verteidigen. Schmidt-Salomon ist unter anderem bekannt für seine Bücher „Hoffnung Mensch“, „Keine Macht den Doofen“ oder „Jenseits von Gut und Böse“. Nach dem Vortrag besteht die Möglichkeit zur Diskussion. Musikalisch begleitet wird der Vortrag von der syrischen Musikgruppe der Geflüchteten vom Verein „Junge Flüchtlinge Rastatt“. Zum Abschluss laden sie noch zum gemütlichen Beisammensein ein. Die Bewirtung mit leckeren Speisen übernimmt der Freundeskreis Paas Neere – Burkina Faso vom Seniorenwerk St.Laurentius / Niederbühl. Der Eintritt ist frei. Dennoch freut sich der Freundeskreis über eine Spende. Um Anmeldung wird gebeten bei der Beauftragten für Chancengleichheit und Integration der Stadt Rastatt unter Telefon 07222 972 1030 oder per E-Mail an petra.heinisch-hildenbrand@rastatt.de.  

Auch sonst haben die Interkulturellen Wochen einiges zu bieten. Hier ein paar ausgewählte Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit der Stadt Rastatt in der ersten Woche:

Während der Interkulturellen Wochen gibt es gleich mehrere Ausstellungen in Rastatt.

  • Das Stadtmuseum Rastatt zeigt die Ausstellung „Es lebe das Neue!? Rastatt in der Weimarer Republik – Ein Stück Demokratiegeschichte“. Am Samstag, 29. September, gibt es die besondere Themenführung „Die Neue Frau! Frauenleben in der Weimarer Republik.“ Der Eintritt beträgt drei Euro, ermäßigt einen Euro.
  • Ein wahres Sprachbad gibt’s vom 19. September bis zum 13. Oktober in der Medienausstellung der Stadtbibliothek „Von Arabisch bis Russisch“. Neben der Einkaufsgeschichte in Kurdisch, den Abenteuern von Tiger und Bär auf Dari, Geschichten auf Chinesisch oder Latein, finden sich natürlich auch Medien in den „klassischen“ Fremdsprachen Englisch und Französisch. Der Eintritt ist frei.

Montag ist Kinotag. Und so zeigt das Kino FORUM Rastatt am Montag, 24. September, um 19.30 Uhr den außergewöhnlichen Film „IRAN – Das alte Persien, eine Reise zu Land und Leuten“  des Ehepaares Prof. Dr. Karin Sorge und Dieter Winkle. In ihrem Reisebericht der besonderen Art zeigen sie eine andere Sicht zu diesem Land und den Menschen als die, die oft über die Medien vermittelt wird. Nach dem Film steht das Ehepaar gerne für Gespräche und Fragen bereit. Unterstützt werden sie vom „Iran-Kenner“ Bodo Malige. Der Eintritt kostet sechs Euro.

Passend zum Montagsfilm wird Bodo Malige am Dienstag, 25. September, um 19 Uhr in der Handelslehranstalt Rastatt mit seinem Vortrag „ IRAN – Durch Wissen entsteht Toleranz“ die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nochmals auf eine zeitliche Reise durch die Geschichte des Irans mitnehmen. Er berichtet von seinen Wahrnehmungen und Erfahrungen, die er während zahlreicher lranaufenthalte sammeln konnte und verbindet seine Schilderungen mit historischen Fakten und vielschichtigen Informationen zu Land und Leuten. Der Eintritt ist frei.

Murat Bay, Virtuose auf dem orientalischen Zupfinstrument Bağlama und Lehrer an der Städtischen Musikschule Rastatt, lädt am Dienstag, 25. September, zu einem Bağlama-Workshop in die Musikschule in der Herrenstraße 26 ein. Beim Workshop von 19.30 Uhr bis 21 Uhr besteht nicht nur die Möglichkeit, sich selbst am Instrument zu versuchen. Der Pionier des Bağlama-Unterrichts in Deutschland stellt auch sein Können als Musiker unter Beweis und bietet den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Gelegenheit, mehr über das Instrument, seine Spielweise und seine Geschichte zu erfahren. Der Eintritt ist frei. 

Auch für Kinder gibt’s bei den Interkulturellen Wochen was zu entdecken: So laden am Mittwoch, 26. September, die Stadtbibliothek Rastatt, die Brücke Rastatt  e.V. und die Kindertagesstätte BIBER – Haus für Kinder zum Bilderbuchkino auf Arabisch, Deutsch, Französisch, Türkisch und Russisch nach einer Geschichte von Ulrike Rylance um 14.30 Uhr ins Kellertheater Rastatt. Herzlich willkommen sind Kinder ab vier Jahren, natürlich auch ihre Eltern und Interessierte. Der Eintritt ist frei.

Der Flyer mit detaillierten Informationen zu allen Veranstaltungen der Interkulturellen Wochen liegt im Rathaus, im Bürgerbüro, in der Stadtbibliothek und anderen öffentlichen Einrichtungen aus. Weitere Informationen gibt es bei der Stabsstelle für Chancengleichheit und Integration der Stadt Rastatt bei Petra Heinisch-Hildenbrand unter Telefon 07222 972-1030.

Dr. Michael Schmidt-Salomon, Philosoph und Schriftsteller, hält den Vortrag zur Auftaktveranstaltung der Interkulturellen Woche in der Reithalle Rastatt. / Bildquelle: Michael Schmidt-Salomon
Murat Bay ist einer der wenigen Bağlama-Spieler, der auch noch komponieren und singen kann. / Foto: Stadt Rastatt

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