Feldschützerin mit Fingerspitzengefühl und wachsamem Auge

(13. September 2018) Seit Anfang des Jahres gibt es in Rastatt eine neue Stelle: Feldschutz heißt sie, ist angegliedert an den städtischen Gemeindevollzugsdienst und bestens besetzt mit der 39-jährigen Tara Kelleher. Aber was genau ist denn die Aufgabe einer Feldschützerin? Die Kurzfassung: Tara Kelleher wirft ein wachsames Auge auf alles, was sich im Außenbereich der Stadt und der Ortsteile in der freien Landschaft tut und nicht tun sollte: Müllablagerungen, aufgestellte Zäune oder Hütten, Grillstellen, Autos auf Feldwegen, Füttern von Wildtieren und so weiter. Dabei ist sie aber nicht einfach als „Landschaftssheriff“ unterwegs und verteilt Bußgelder – obwohl sie das darf und bei Bedarf auch tut. Vielmehr fungiert sie für die Bürgerinnen und Bürger als Ansprechpartnerin vor Ort und klärt auf, was im Natur- und Landschaftsschutzgebiet erlaubt ist und was nicht. 

Zusammenarbeit mit Ortsverwaltungen und Behörden

Tara Kellehers Arbeitsplatz ist zum Großteil die Natur. Dort ist sie stundenlang unterwegs, mit dem Auto, dem Rad und natürlich auch zu Fuß. Sobald sie rausgeht in ihr Feldschutzrevier, springt sie die Arbeit an: die einen entsorgen ihren Sperrmüll oder Bauschutt im Wald, die anderen bauen mitten im Naturschutzgebiet Campingunterkünfte, parken im offensichtlichen Parkverbot oder leinen ihre Hunde nicht an. Auch Naturschutzverbände, Jäger und Förster und die Ortsverwaltungen melden ihr häufig Verstöße. Mit denen arbeitet Kelleher ohnehin eng zusammen. Denn ihr Gebiet ist sehr weitläufig. „Ohne Teamarbeit funktioniert das nicht“, erklärt sie. 

Bürgernähe ist oberste Maxime

Je nachdem, was sie vorfindet, meldet Kelleher die Missstände an die entsprechenden Ämter weiter, seien es die Umwelt- und Naturschutzbehörden, Bauämter oder die Technischen Betriebe. „Vieles versuche ich aber zunächst, im Gespräch zu lösen“, so Kelleher. „Das hilft oft mehr als ein Schreiben aufzusetzen und Fristen verstreichen zu lassen.“ Daher redet Kelleher viel mit den Menschen, geht quasi Klinken putzen. Bürgernähe ist ihre Maxime. 

Aufklären und sensibilisieren

„Viele Menschen wissen gar nicht, dass sie etwas falsch machen“, berichtet sie. So ließen Hundebesitzer ihre Hunde unbedarft von der Leine, weil sie denken, im Wald ginge das. Im Naturschutzgebiet ist das aber nicht erlaubt. Oder Menschen parken am Feldweg, weil sie das schon immer so gemacht haben. Aber auch das geht nicht. „Indem ich aufkläre, kann ich die Sache einfach vor Ort im Keim ersticken“, so Kelleher. „Kommunikation ist das A und O.“ Und so schafft sie es meistens, mit Fingerspitzengefühl und mit der nötigen Ausstrahlung in Uniform gute Lösungen zu finden. 

Feldschutz gehört zum Gemeindevollzugsdienst

Apropos Uniform: Kelleher gehört zum Gemeindevollzugsdienst und ist daher auch befugt, Verwarnungen auszusprechen und Bußgelder zu verhängen. Als Feldschützerin ergänzt sie die Arbeit der Stadtpolizisten, die vornehmlich in der Stadt auf Achse sind. Wenn sie jemanden beim illegalen Entsorgen von Müll erwischt, gibt’s selbstverständlich ein Bußgeld. Und Sperrmüll durchsucht sie auch nach Adressen. Ansonsten versucht sie aber, von Fall zu Fall und je nach Situation zu handeln und zu entscheiden. „Für mich bedeutet Feldschutz, Missstände aufzudecken und ein Gefühl dafür zu entwickeln, was wichtig ist und an die entsprechenden Behörden weitergeleitet werden muss“, sagt Kelleher. „Meine Hauptaufgabe ist es, zu sensibilisieren.“ Dass sie das gut kann, hat sie auch ihrer langjährigen Erfahrung im Sicherheitsbereich zu verdanken. Bevor Kelleher zur Stadt kam, war sie als Luftsicherheitsassistentin tätig. Dort hat sie vieles erlebt. Im Umgang mit ganz unterschiedlichen Menschen, Sprachen und Kulturen hat sie gelernt, wie sie aus jeder Situation positiv rausgeht. Und das setzt sie erfolgreich im Feldschutz um. 

Wer in der freien Landschaft von Rastatt und den Ortsteilen etwas vorfindet und Tara Kelleher melden möchte, kann sich jederzeit gerne bei ihr melden, entweder telefonisch unter 07222 972-7325 beziehungsweise mobil unter 0152 225 76 649 oder per E-Mail an feldschutz@rastatt.de.  

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