Kaskadeneffekt in Rastatt? Stadt startet Umfrage in den Rastatter Neubaugebieten

(10. September 2018) Rastatt wächst. Mehr als 1.000 neuen Wohnungen entstehen. Die neuen Wohngebiete sind nicht nur für Menschen außerhalb Rastatts attraktiv, sondern auch für Rastatterinnen und Rastatter. Wer innerhalb Rastatts umzieht, verlässt damit auch eine Wohnung in Rastatt, die sehr wahrscheinlich wieder auf den Wohnungsmarkt kommt. Aber wie viele Wohnungen sind das? Welche Merkmale zeichnen diese Wohnungen aus? Wie hoch war die Kaltmiete? Das sind wichtige Fragen zur Bewertung des Rastatter Wohnungsmarktes und für die Planungen zur Wohnraumversorgung in der Stadt – insbesondere für einkommensschwächere Haushalte. Schließlich ist es ausdrückliches Ziel der Stadt Rastatt, für Bürgerinnen und Bürger aller Einkommensgruppen Wohnraum sicherzustellen. Daher untersucht die Stadt nun unter Federführung des Fachbereichs Jugend, Familie und Senioren in Kooperation mit der Technischen Universität (TU) Kaiserslautern das Umzugsverhalten innerhalb Rastatts. Analysiert werden insbesondere die Auswirkungen der Neubaugebiete auf den hiesigen Wohnungsmarkt. Zwei Studierende der TU Kaiserslautern gehen in ihrer Masterarbeit dem sogenannten Kaskadeneffekt in Rastatt auf die Spur. Sie untersuchen, ob die Nachfrage nach Wohnraum für einkommensschwächere Haushalte in Rastatt dadurch gedeckt werden kann, dass durch die neuen Siedlungsgebiete durch Binnenwanderung – also den Umzug innerhalb Rastatts – preiswerter Wohnraum auf den Wohnungsmarkt kommt. Hierfür haben sie einen Fragebogen entwickelt. 

In den kommenden Tagen erhalten daher die Bewohnerinnen und Bewohner in den Neubaugebieten ehemalige Max-Jäger-Schule, Rheinau-Nord, der Baldenau (ehemalige Sparkassenakademie), der Ludwigsfeste (ehemals Kaserne Canrobert), der Neuen Ludwigvorstadt (ehemals Kaserne Joffre) und dem Leopoldplatz (ehemalige Eislaufhalle) Post von der Stadt Rastatt. Darin werden sie gebeten, an der rund zehnminütigen Umfrage teilzunehmen. Dabei werden unter anderem Fragen nach der aktuellen und vorherigen Wohnsituation gestellt, wie beispielsweise Größe der Wohnung, Höhe der Miete, Anzahl der Bewohner oder Alter, und die Gründe für den Umzug erfragt. Die Daten werden selbstverständlich anonym und streng vertraulich behandelt, sodass keine Rückschlüsse auf einzelne Personen möglich sind. Die Umfrage kann bis 1. Oktober entweder schriftlich oder online erfolgen. Es entstehen keinerlei Kosten. Nicht nur die beiden Studierenden, sondern auch die Stadt Rastatt freuen sich über eine rege Teilnahme. Schließlich erhofft sich die Stadt Rückschlüsse auf die weitere Wohnraumplanung. 

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