„Der Dreißigjährige Krieg (1618–1648)“: Neue Veranstaltungsreihe der Historischen Bibliothek beginnt am 5. Juli

(2. Juli 2018) Vor 400 Jahren begann mit dem Prager Fenstersturz der Dreißigjährige Krieg. Dem damaligen Geschehen widmet die Historische Bibliothek von Juli bis ins nächste Jahr hinein eine Veranstaltungsreihe. Mit Vorträgen, Lesungen und Führungen sowie einer Begleitpräsentation mit Büchern und Drucken soll das dramatische historische Ereignis näher beleuchtet werden. In der Auftaktveranstaltung am Donnerstag, 5. Juli, um 19 Uhr im Bibliothekssaal spricht Dr. Christoph Kunz zum Thema. Gleichzeitig gibt er eine Einführung zur Ausstellung im Bibliothekssaal, an der er als Fachberater mitgewirkt hat. 

Alle Interessierten sind herzlich zur Auftaktveranstaltung eingeladen. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen gibt es bei der Bibliotheksverwaltung telefonisch unter 07222 972-8420 oder per E-Mail unter historische-bibliothek@rastatt.de). Im Anschluss an den Vortrag findet ein kleiner Umtrunk statt – mit der guten Gelegenheit, die Ausstellung genauer zu besichtigen; sie ist ansonsten während der Veranstaltungen im Bibliothekssaal, im Rahmen von Führungen und Aktionstagen sowie auf Anfrage geöffnet. In der Ausstellung präsentiert werden knapp 100 Texte, Bilder und Objekte über die Geschichte und Nachgeschichte der drei Jahrzehnte von 1618 bis 1648.

Verheerendes Ereignis, das viele Fragen aufwirft

Hat es den Dreißigjährigen Krieg vom Jahr 1618 bis zum Jahr 1648 als zusammenhängendes Ereignis überhaupt gegeben? War der Dreißigjährige Krieg ein Konflikt um die Vorherrschaft in Europa? Wer könnte diese Vorherrschaft angestrebt haben? Dr. Christoph Kunz geht in seinem Vortrag diesen Fragen nach. Er erläutert, wie verschiedene europäische Mächte aus unterschiedlichen Interessen nach und nach in das Kriegsgeschehen eintraten: um die eigene Vormachtstellung zu stärken, aber auch, um die anderer Länder in Europa zu verhindern. So erklärt sich, warum der Dreißigjährige Krieg von Teilkrieg zu Teilkrieg immer verheerender wurde. Das Ereignis beschäftigte nicht nur Zeitgenossen, sondern auch und vor allem die nachlebenden Generationen. 

„Um der Geschichte und vor allem der Rezeptionsgeschichte des Dreißigjährigen Krieges, der auch ein Medienkrieg war, nachzugehen, ist eine Bibliothek wie die Historische Bibliothek Rastatt genau der richtige Ort“, sagt Bibliotheksleiterin Heike Endermann. Schließlich biete die Bibliothek nicht nur Geschichtswerke aus den letzten vier Jahrhunderten, sondern auch Quellen aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, in denen die Ereignisse von zeitgenössischen Autoren dokumentiert und bereits interpretiert werden. 

Der Prager Fenstersturz 1618. Kupferstich von 1635. Foto: Stadt Rastatt
Die Schrecken des Krieges: Radierung „Der geharnischte Reiter“ von Hans Ulrich Franck aus dem Jahr 1643. Foto: Stadt Rastatt

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