Dank für freiwilliges ehrenamtliches Engagement: Stadt verleiht Schulsozialpreis

(27. Juni 2018) Ganz im Zeichen der Schulen stand der Ehrungsnachmittag am Dienstag, 26. Juni, im Historischen Rathaus: In Vertretung von Oberbürgermeister Pütsch verlieh Bürgermeister Raphael Knoth nicht nur den diesjährigen Schulsozialpreis an 25 besonders engagierte Schülerinnen und Schüler. Er zeichnete auch die beiden Preisträger des Wettbewerbs „Suchtprävention an Schulen“ aus: die Hans-Thoma-Schule und das Ludwig-Wilhelm-Gymnasium. 

„Ihr Schüler steht heute völlig zu Recht im Mittelpunkt“, begann Bürgermeister Knoth seine Rede. „Denn Ihr habt Großartiges geleistet!“ Den Schulsozialpreis erhalten Schülerinnen und Schüler, die sich während des Schuljahres durch besonderes ehrenamtliches Engagement hervorgetan haben. Die Preisträger werden dabei von den Schulen selbst vorgeschlagen. „Mit dem Schulsozialpreis wollen wir Euch Danke sagen! Wir wollen Eure Vorbildfunktion für die Gesellschaft würdigen und Euch gleichzeitig motivieren, dranzubleiben. Denn ohne freiwilliges soziales Engagement würde unsere Gesellschaft ganz anders aussehen“, so Knoth.  In diesem Jahr wurden zehn Schüler der Hans-Thoma-Schule, zwei Schüler der August-Renner-Realschule, neun Schüler des Tulla-Gymnasiums und vier Schüler des Ludwig-Wilhelm-Gymnasiums ausgezeichnet. Sie alle erhielten eine Urkunde, die Grundschüler ein „Ludwig, die Stadtmaus“-Buch und die älteren Schüler Freikarten für die Rastatter Bäder. 

Die Preisträger des Schulsozialpreises 2018

Von der Hans-Thoma-Schule wurden Andreas Bundan, Adrian Eichholz, Violetta Franz, Katharina Härrer, Selma Nayir, Michael Oschlisniok, Theodor Popowitsch, Jakub Serafin, Theresa Thurau und Elias Wolf (alle Klasse 4) geehrt. Sie gehören zum Schulsanitätsdienst, der einen wertvollen Beitrag zur Sicherheit an der Hans-Thoma-Schule leistet. Die Schüler/innen der vierten Klasse unterstützen abwechselnd die Lehrer/innen in der großen Pause, sie trösten und versorgen im Ernstfall Verletzte mit Pflastern.

Von der August-Renner-Realschule erhielten Neuntklässler Julian Hartmann und Zehntklässlerin Cindy Richter von der Schülermitverantwortung (SMV) den Schulsozialpreis. Die beiden setzen sich seit Jahren besonders engagiert und mit großer Eigeninitiative für die Belange der SMV ein. Cindy Richer war außerdem Schülervertreterin der August-Renner-Realschule beim Besuch des Bundespräsidenten in Rastatt im Juni 2017.

Vom Tulla-Gymnasium geehrt wurde der Schulsanitätsdienst, der aus folgenden Schüler/innen besteht: Silke Herp (10a), Emma Müller, Vanessa Kiefer, Merve Sahin, Max Schütz (alle K1), Gamze Can, Lea Flum, Denise Igel und Isabelle Knapp (alle K2). Den Schulsanitätsdienst gibt es schon seit 16 Jahren am Tulla-Gymnasium. Mit Begeisterung und Freude arbeiten die Helfer/innen, die selbstverständlich erfolgreich einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert haben, auch mit professionellen Rettungskräften zusammen. In kleinen Gruppen wie dem Materialteam, Leitungsteam oder Öffentlichkeitsarbeitsteam sind die Schulsanitäter/innen für verschiedene Aufgabenbereiche zuständig.

Vom Ludwig-Wilhelm-Gymnasium erhielten die vier Patenausbilder/innen Lili Ötvös, Lea Reinbold, Cora Wirs (alle K1) und Paul Wacker (K1) den Schulsozialpreis. Sie bilden Schülerpatinnen und -paten für die Klassenstufe 5 aus und betreuen diese. Die heutigen  Ausbilder/innen waren selbst in der Klassenstufe 9 Patinnen und Paten. Schülerpaten fungieren als Ansprechpartner/innen und Helfer/innen für neu eingeschulte Kinder. Auch außerhalb der Unterrichtszeit sind die vier Patenausbilder/innen an regelmäßigen Patennachmittagen und Patenaktionen im Einsatz. So besuchen sie an den Patennachmittagen die Patinnen und Paten in den Klassen, geben Ratschläge und Tipps, tauschen Erfahrungen aus und äußern Kritik und Verbesserungsvorschläge. Darüber hinaus stellen sie das Projekt bei Schulführungen, an Elternabenden und schulischen Veranstaltungen vor.  

Gewinner des Wettbewerbs „Maßnahmen zur Suchtprävention an Schulen“ ausgezeichnet

Bereits zum zweiten Mal hatte die Stadt 2017 den Schulwettbewerb „Suchtprävention an Schulen“ ausgelobt. Rastatter Schulen waren aufgerufen, ein schriftliches Konzept zum Thema Suchtprävention einzureichen. Während bei weiterführenden Schulen in den Konzepten besonders Suchtmittel eine Rolle spielten, lag der Fokus bei Grundschulen auf einer gesunden Lebensführung. Als Gewinner kristallisierten sich im Grundschulbereich die Hans-Thoma-Schule und bei den weiterführenden Schulen das Ludwig-Wilhelm-Gymnasium heraus. Bürgermeister Knoth verlieh den beiden Gewinnerschulen eine Urkunde. Außerdem erhalten die Schulen Preisgelder. 600 Euro gehen an die Hans-Thoma-Schule, 1.500 Euro ans Ludwig-Wilhelm-Gymnasium.

Die Hans-Thoma-Schule überzeugte mit ihrem breit gefächerten Konzept „Maßnahmen zur gesunden Lebensführung der Hans-Thoma-Schule“. Denn es setzt sich ausführlich mit verschiedenen Themen auseinander, so mit dem selbstbewussten Umgang mit Gruppenzwang und Mobbing, (Zahn-)gesundheit, gesunder Ernährung, Umgang mit Medien und Prävention gegen sexuellen Missbrauch.

Das Ludwig-Wilhelm-Gymnasium hat den Schwerpunkt des bereits 2015 eingereichten Konzepts „Stark gegen Sucht“ in den beiden zurückliegenden Jahren nochmals weiterentwickelt und optimiert – und damit die Empfehlungen der Fachstelle Sucht deutlich erkennbar umgesetzt. So wurden Personengruppen wie Schüler, Eltern und Lehrer aller Klassenstufen in das Projekt einbezogen und umfangreiche Themengebiete noch genauer ausgearbeitet. Die gute Kooperation mit den örtlichen Hilfesystemen und ein Interventionsplan bei auffälligem Schülerverhalten im Umgang mit Suchtmitteln und Gewaltauffälligkeiten sind besonders hervorzuheben. Die aktuellen Ausarbeitungen sind so nachhaltig und tiefgründig, dass es kaum Verbesserungsvorschläge von Seiten der Suchtberatungsstelle gibt.

Können stolz auf sich sein: Diese Schülerinnen und Schüler sind frisch gebackene Schulsozialpreisträger. Foto: Stadt Rastatt
Bürgermeister Raphael Knoth verlieh nicht nur den Schulsozialpreis, sondern beglückwünschte auch die Gewinnerschulen des Wettbewerbs „Suchtprävention an Schulen“. Foto: Stadt Rastatt

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