Themenführung durch die Weimar-Ausstellung im Stadtmuseum mit Alexander Jordan am 7. Juni

(4. Juni 2018) Seit 18. Mai läuft die große Sonderausstellung „Es lebe das Neue!? Rastatt in der Weimarer Republik – Ein Stück Demokratiegeschichte“ im Stadtmuseum Rastatt. Unter einem besonderen Blickwinkel betrachtet am Donnerstag, 7. Juni, der Leiter des Wehrgeschichtlichen Museums, Dr. Alexander Jordan, die Sonderschau. Er lädt um 17 Uhr herzlich ein zur Themenführung zum Ende des Ersten Weltkriegs und der Entmilitarisierung des Rheinlandes. Die Teilnahme an der Führung ist kostenlos, lediglich der Eintritt ins Museum muss entrichtet werden und beträgt drei Euro, ermäßigt einen Euro.

Nach vier Jahren Krieg, unzähligen Verlusten, horrenden Kosten und ohne tatsächliche Erfolge musste sich die Oberste Heeresleitung im Oktober 1918 ihr Scheitern eingestehen und verlangte einen sofortigen Waffenstillstand. Das war sowohl für die Bevölkerung als auch führende Spitzenpolitiker wie den späteren Reichspräsidenten Friedrich Ebert im Herbst 1918 ein Schock und kam völlig unerwartet. Denn bis dahin hatte die Oberste Heeresleitung in ihren Berichten weiterhin den Sieg in Aussicht gestellt. In der Folge kam es zur Revolution und die Republik wurde ausgerufen. Im November schrieb dann der Waffenstillstand von Compiègne den Rückzug aller deutschen Truppen aus sämtlichen besetzten Gebieten binnen 15 Tagen vor – eine logistische Herausforderung sondergleichen. Wie die Demobilmachung dieser Truppenmassen genau ablief, ist bis heute noch nicht vollständig aufgearbeitet, berichtet Jordan. 

Mit der Ausstellung beteiligt sich das Stadtmuseum Rastatt am länderübergreifenden Kooperationsprojekt „Netzwerk Museen“, das sich 2018/19 die „Zeitenwende 1918/19 Le tournant“ zum Thema macht. Das Netzwerk umfasst mehr als 20 Museen in Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Es ist außerdem Teil des Netzwerks „100 Jahre Weimarer Republik – Deutschlands erste Demokratie“.

Die Ausstellung „Es lebe das Neue!“? Rastatt in der Weimarer Republik – Ein Stück Demokratiegeschichte“ ist bis zum 3. Februar 2019 im Stadtmuseum zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen: donnerstags bis samstags von 12 bis 17 Uhr, sonntags und feiertags von 11 bis 17 Uhr. Führungen für Gruppen auf Anfrage unter Telefon 07222 972-8400 oder- 8402 oder per E-Mail an museen@rastatt.de. Weitere Infos unter www.stadtmuseum-rastatt.de.

Dr. Alexander Jordan betrachtet den Auszug des Militärs aus Rastatt, wie er in der Sonderausstellung im Stadtmuseum gezeigt wird. Foto: Stadt Rastatt

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