Entre Rios und Rastatt feiern 30 Jahre Patenschaft: Festakt mit Vertretern aller Partnerstädte im Schloss Favorite

(5. Juni 2018) Mit einem Festakt im Schloss Favorite hat die Stadt Rastatt am Sonntag, 3. Juni, die seit 30 Jahren bestehende Patenschaft mit Entre Rios in Brasilien gefeiert. Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch sprach im Beisein von Vertretern aller Rastatter Partner- und Patenstädte von der Wichtigkeit des gemeinsamen Austausches: „Nur so lassen sich Grenzen überwinden. Die Lösung vieler Probleme liegt darin, dass man aufeinander zugeht.“

Initiiert wurde die Patenschaft Rastatts mit der donauschwäbischen Siedlung Entre Rios vom Rastatter Altstadtrat Heinrich Juhn. Er gestaltete den Aufbau der Patenschaft mit und organisierte zahlreiche Bürgerreisen nach Entre Rios. Hans Jürgen Pütsch sprach von einer Herzenssache Juhns, den Rastattern die Kultur in Entre Rios näherzubringen. Als Dank für sein großes Engagement und stellvertretend für alle, die sich in die Patenschaft einbringen, überreichte der Oberbürgermeister eine Urkunde an Heinrich Juhn. Auch in diesem Jahr plant Juhn, mittlerweile 85 Jahre alt, wieder eine Bürgerreise in den Süden Brasiliens.

Dass der Austausch auch in umgekehrte Richtung hervorragend klappt, zeigte die Anwesenheit von rund 30 Donauschwaben aus Brasilien beim Festakt. Jorge Karl, Präsident der Cooperativa Agrária Agroindustrial in Entre Rios, unterzeichnete gemeinsam mit OB Pütsch eine Urkunde, mit der beide Seiten die vor 30 Jahren begonnene Partnerschaft hervorheben. 

Rund 550 donauschwäbische Familien hatten sich in Folge der Nachkriegswirren Anfang der 1950er Jahre im brasilianischen Distrikt Entre Rios angesiedelt. Wirtschaftlicher und kultureller Träger dieser donauschwäbischen Siedlung ist die Genossenschaft Cooperativa Agrária Agroindustrial, die 1951 gleich nach Ankunft der Siedlung gegründet wurde. Auch heute noch werden die Kinder in der rund 14.000 Einwohner zählenden und aus fünf Gemeinden bestehenden Siedlung im Kindergarten und in der Schule in Deutsch unterrichtet. „Die Sprache ist wichtig, um einen Austausch aktiv leben zu können“, betonte Jorge Karl. Er ermunterte die junge Generation, die Patenschaft in den kommenden Jahren und Jahrzehnten fortzuführen. Ganz im Sinne von Heinrich Juhn, der die Pflege und Kommunikation von Geschichte und Kultur der Donauschwaben bereits seit Jahrzehnten engagiert betreibt. Sein besonderes Ziel ist es, die freundschaftlichen und familiären Kontakte der Donauschwaben in Rastatt mit der donauschwäbischen Volksgruppe in Entre Rios aufrechtzuerhalten. Sichtbares Zeichen in Rastatt ist unter anderem der Förderverein Kinderhilfe Entre Rios. Der gemeinnützige Verein entstand als Teil der Bürgerstiftung Rastatt-Rheinau. Bis heute organisierte Heinrich Juhn mehr als 20 Brasilienreisen und ermöglichte es vielen Rastatterinnen und Rastattern, ihre Patenstadt, die Region und die herzliche Gastfreundschaft der Brasilianer kennenzulernen.

Der Festakt wurde musikalisch begleitet vom Geigenduo Stefan Hepp und Boris Horn und klang kulinarisch aus bei einem gemeinsamen Mittagessen in den Arkaden des Schlosses Favorite.

Foto: Stephan Friedrich
OB Pütsch mit Jorge Karl (links) und Heinrich Juhn (Mitte). Foto: Stephan Friedrich
Geladene Gäste beim Festakt im Schloss Favorite. Foto: Stephan Friedrich
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Gruppenbild mit dem Siedlerchor. Foto: Stephan Friedrich
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OB Pütsch überreicht eine Urkunde an Heinrich Juhn. Foto: Stephan Friedrich
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