Pflanze des Monats Juni 2018: Der echte Baldrian – weltbekanntes Beruhigungsmittel mit Anziehungskraft auf Kater

(29. Mai 2018) Zur Pflanze des Monats Juni hat die Umweltstiftung Rastatt den „Echten Baldrian“ (Valeriana officinalis) aus der Familie der Geißblattgewächse gewählt. Er ist auch bekannt unter dem Namen „Arznei-Baldrian“. Denn Baldrianextrakte gehören zu den beliebtesten und meist genutzten pflanzlichen Beruhigungsmitteln und sind in vielen Arzneien enthalten. Seine Verwendung als Heilpflanze reicht bis in die Antike zurück. Es sind die sogenannten Rhizome, die unterirdischen Teile des Baldrians, in denen die heilsamen Inhaltsstoffe stecken. Sie haben auch den typischen Baldrian-Geruch. Seit jeher werden sie als Hausmittel gegen nervöse Angst- und Spannungszustände und nervös bedingte Einschlafstörungen verwendet. 

Der Echte Baldrian ist in unserer Region recht weit verbreitet. Er bevorzugt nährstoffreiche, nasse Böden und wächst deshalb häufig an Bächen, Gräben und feuchten Wegrändern. Er kann eine stattliche Höhe von bis zu 1,6 Metern erreichen. Seine sattgrünen Blätter von etwa 20 Zentimetern Länge sind gefiedert. Ab Mai zeigen sich die Blütenstände mit ihren vielen kleinen hellrosa bis weißen Blüten. Sie geben einen sehr intensiven, süßlichen Duft ab. Die prächtigen Blütenstände ziehen zahlreiche Insekten an wie Bienen und Tagfalter. So suchen beispielsweise Dickkopffalter den Echten Baldrian gezielt zum Trinken von Nektar auf. Aber nicht nur auf Insekten hat der Baldrian eine verlockende Wirkung. Auch Kater werden von ihm angezogen, denn sein Duft entspricht dem Lockgeruch läufiger Katzen. Daher wird er gerne auch „Katzenkraut“ genannt. Im Mittelalter wurde der Baldrian, wie auch andere stark duftende Pflanzen, gegen Pest und Hexen genutzt. Davon zeugt der Spruch: „Baldrian, Dost und Dill, kann die Hex nicht wie sie will.“

Baldrian ist verwandt mit dem Feldsalat. Das frische Frühlingsgrün des Baldrians kann daher in Salaten mitgegessen werden.

Beim Menschen sorgt der Baldrian als pflanzliche Arznei für Beruhigung. Kater können bei seinem Duft schon mal in Versuchung geraten. Foto: Stadt Rastatt

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