Feierstunde im Andenken an Albert Kiefer: Rund 140 Gäste nahmen Abschied und würdigten sein Lebenswerk

(23. März 2018) Es war ein würdiger Rahmen, den die Stadt Rastatt für die Feierstunde im Andenken an Albert Kiefer am 21. März in der Aula des Ludwig-Wilhelm-Gymnasiums geboten hatte. Rund 140 Menschen waren gekommen, um Abschied zu nehmen vom dem kurz vor seinem 100. Geburtstag verstorbenen Niederbühler Künstlers und Kunstpädagogen. Im Beisein einiger Familienmitglieder erlebten die Gäste einen Abend, der den Lebensweg des Verstorbenen eingehend nachzeichnete und sein Lebenswerk würdigte – nicht zuletzt dank schöner und aufschlussreicher Erinnerungen, die enge Weggefährten mit den Anwesenden teilten. Für ein ansprechendes musikalisches Ambiente sorgten die beiden Freiburger Musiker Ingrid und Christoph Haarmann.

Nach seiner Begrüßung verdeutlichte Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch, welche Bedeutung der renommierte Künstler und Professor Albert Kiefer für Rastatt hatte: „Er hat den Kulturstandort Rastatt geprägt“, so Pütsch. Und viele Rastatterinnen und Rastatter durften ihn als Menschen, als Lehrer und als Künstler in seinem Heimatort erleben. 

Professorin Adelheid Sievert, eine ehemalige Kollegen von Professor Albert Kiefer von der Universität Frankfurt am Main, berichtete über Kiefers Wirken als Kunstpädagoge. Sie sprach ausführlich über seine kunstpädagogische Karriere vom Ottersdorfer Dorfschullehrer zum Kunstpädagogikprofessor an der Frankfurter Goethe-Universität. Angereichert mit zahlreichen Zitaten aus dem autobiografischen Erinnerungsbuch Kiefers „In Kriegs- und Friedenszeiten – Ästhetische Erziehung als Lebensaufgabe“ ließ sie den Verstorbenen noch einmal selbst zu Wort kommen. Dem breit gefächerten künstlerischen Werk Kiefers widmete sich sein ehemaliger Universitätskollege Professor Otfried Schütz, der lebhaft seine Begeisterung über Kiefers Schaffen zum Ausdruck brachte.

Ein besonderer Glanzpunkt der Feierstunde waren die Ausführungen des Berliner Arztes Helmut Müller-Ortstein zur Person und zum Menschen Albert Kiefer. Zur großen Überraschung der Anwesenden brachte er eine druckfrische, sehr anschaulich aufbereitete Publikation zu Leben und Werk Professor Kiefers mit, die im Anschluss an den offiziellen Teil der Feierstunde reißenden Absatz fand. 

Sichtbare Belege für Kiefers künstlerisches Lebenswerk fanden die Besucherinnen und Besucher der Feierstunde in der Jubiläumsausstellung der Städtischen Galerie Fruchthalle. Rund 50 Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, sich nach dem Ende der Feierstunde die dort ausgestellten Werke von Albert Kiefer anzusehen. 

Die Publikation von Helmut Müller-Ortstein mit dem Titel „Albert Kiefer – Ein Leben für die Kunst“ kann an der Infothek der Galerie erworben werden.

Professor Albert Kiefer in seinem Niederbühler Atelier im Jahr 2007, Foto: Stadt Rastatt

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