FÖJler setzen Aktion „Althandys retten Berggorillas“ fort

(20. März 2018) Die Sammelaktion „Althandys retten Berggorillas“ startet in eine neue Runde. Wer bei der Aktion mitmacht, entsorgt nicht nur sein altes Mobilfunkgerät fachgerecht, sondern tut gleichzeitig etwas Gutes. Denn der Erlös der Sammelaktion geht an ein Spendenkonto für die vom Aussterben bedrohten Berggorillas im Kongo. 

Betreut wird die Aktion seit ihrem Start vor rund acht Jahren von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) der Stadt Rastatt. Seit September 2017 sind das Annika Graszies und Maximilian Römmich. In den vergangenen acht Jahren kamen über 3.900 Althandys zusammen, die neuen FÖJler haben auch schon über 150 Althandys gesammelt: „Toll, dass die Rastatterinnen und Rastatter weiter dabei sind und sich für die Gorillas engagieren!“, freuen sich die beiden. Der Sammelbehälter steht seit diesem Jahr aufgrund der Brandschutzbestimmungen nur noch im Bürgerbüro der Stadt Rastatt im Rathaus in der Herrenstraße 15. Die beiden FÖJler bitten darum, dort nur ausgediente Handys und Tablets abzugeben, nicht aber alte Haushaltsgeräte oder Müll zu entsorgen. „Wir haben sogar schon ein Blutdruckgerät aus dem Sammelbehälter gefischt. Das ist schade. Dafür ist er nicht da“, erzählen Graszies und Römmich.  

Was Althandys mit Berggorillas zu tun haben? Damit Handys funktionieren und trotzdem handlich sind, benötigen sie möglichst kleine Kondensatoren. Diese Kondensatoren werden aus dem seltenen Metall Tantal hergestellt. Das wird aus dem Erz Coltan gewonnen. Eines der Hauptabbaugebiete befindet sich im Kongo. Den Gorillas in den kongolesischen Nationalparks Kahuzi Biega und Virunga wird der Coltan-Abbau zum Verhängnis, denn große Flächen der letzten Refugien dieser seltenen Tiere werden durch den Coltan-Abbau rücksichtslos zerstört. Nur durch das konsequente Recyceln alter Handys kann die Nachfrage nach Coltan gesenkt werden. Neben dem Tantal enthalten die Handys eine Vielzahl weiterer wertvoller Rohstoffe wie Gold, Silber oder Palladium, die sich nach einem Recycling weiterverwenden lassen. Damit stehen sie dem Rohstoffkreislauf wieder zur Verfügung. Die alten Handys werden von einer Recyclingfirma repariert beziehungsweise deren Bestandteile recycelt. Der Restwert der Handys wird der Wilhelma gutgeschrieben, die das Geld an die „Berggorilla & Regenwald Direkthilfe“ oder andere Menschenaffen-Schutzprojekte überweist.

Weitere Informationen zum Althandy-Sammelprojekt gibt es bei der Stadt Rastatt, Freiwilliges Ökologisches Jahr, unter Telefon 07222 972-4211 oder per E-Mail an foej@rastatt.de

Alte Handys? Ab ins Bürgerbüro und in den Sammelbehälter damit! Die beiden FÖJler Annika Graszies und Maximilian Römmich freuen sich darüber. Fotos: Stadt Rastatt
Alte Handys? Ab ins Bürgerbüro und in den Sammelbehälter damit! Die beiden FÖJler Annika Graszies und Maximilian Römmich freuen sich darüber. Fotos: Stadt Rastatt

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