30 Jahre wegweisend Stadt gestaltet: Jürgen Matheis in den Vorruhestand verabschiedet

(20. Februar 2018) Sein verschmitztes Lächeln wird im Arbeitsalltag der Stadtverwaltung fehlen. Sein trockener Sprachwitz auch. Vor allem jedoch seine wegweisende Fachkompetenz. Wegweisend war sie im wahrsten Sinne des Wortes: Jürgen Matheis, Fachbereichsleiter Bauen und Verkehr, hat sich Anfang Februar in den Vorruhestand verabschiedet. Am 19. Februar gab es für den 64-jährigen Diplom-Ingenieur als feierlichen Schlussakkord die offizielle Verabschiedung im Gemeinderat. 

Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch würdigte den „Ur-Rastatter“ als einen hervorragenden Fachmann, auf dessen Expertise man sich immer habe verlassen können. Nach Studium in Karlsruhe und erster langjähriger Tätigkeit als Planungsingenieur in einem Ingenieurbüro kam Matheis 1988 zur Stadtverwaltung Rastatt. Dort war er zunächst im Tiefbauamt beschäftigt, wurde aber bereits eineinhalb Monate (!) nach seinem Arbeitsbeginn zum stellvertretenden und 1992 zum Amtsleiter bestellt. 2003 folgte der Job, den er bis zum Schluss innehatte: die Fachbereichsleitung für den großen Bereich Bauen und Verkehr mit derzeit rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Außerdem war Matheis Betriebsleiter der Stadtentwässerung und technischer Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Rastatt (VERA). Letzteres eine Funktion, die er noch eine Weile ausüben wird, was den Abschied erleichtern dürfte.

Es habe ihn schwer beeindruckt, so OB Pütsch in seiner Dankesrede, mit welcher Ruhe, Reife und Gelassenheit Jürgen Matheis in all den Jahren Dinge bewegt und Projekte vorangebracht habe. Dabei sei er einer gewesen, „der auch mal Fünfe hat gerade sein lassen“, kurz: ein sehr angenehmer Zeitgenosse. Und einer, der 30 Jahre das Bild Rastatts entscheidend gestaltet und geprägt habe. Unzählige Planungsprojekte sind von ihm und unter seiner Leitung auf den Weg gebracht und realisiert worden. Mit Stolz zurückblicken kann Jürgen Matheis nicht nur auf die Umgestaltung der unteren Kaiserstraße mit dem Paradeplatz und dem Pfeiferbrunnen. Auf seine Initiative hin erhielt der Brunnen auf dem Platz vor der Galerie Fruchthalle einen attraktiven Standort und die Stadt einen kleinen Platz mit großer Aufenthaltsqualität. Besonders engagiert hat sich Matheis auch bei der Straßenplanung, der Abwicklung hunderter Baustellen – und als begeisterter Spaziergänger und Radfahrer auch stets für eine Infrastruktur, die allen Verkehrsteilnehmern gerecht wird. So sind unter seiner Leitung viele Kilometer neue Radwege entstanden und nicht zuletzt zahlreiche Umgestaltungen für eine barrierefreie Stadt. In den vergangenen Jahren war der alte Fachbereichsleiter ein unermüdlicher städtischer Vordenker und Projektkoordinator. Gerne hätte er noch die Sanierung des Rastatter Bahnhofs in trockenen Tüchern gehabt oder die Querspange zur Verkehrsentlastung und zum Lärmschutz fürs Münchfeld. Darum muss sich jetzt der neue Fachbereichsleiter Markus Fraß kümmern, den Matheis als seinen Nachfolger gut vorbereitet hat in den letzten Jahren. 

„Man kann immer nur so gut sein wie sein kollegiales Umfeld“, bedankte sich der Vorruheständler in der Gemeinderatssitzung für die lobenden Worte – und speziell beim „hochmögenden Gremium“ für das konstruktive Miteinander.

Ein Miteinander, das Jürgen Matheis jetzt vorrangig gemeinsam mit seiner Ehefrau Ursula pflegen wird. Der nächste Urlaub steht an und sicher auch demnächst mal wieder ein Besuch bei den beiden Söhnen in München. 

Feierliche Verabschiedung in der Gemeinderatssitzung am 19. Februar: Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch bedankt sich bei Jürgen Matheis für seine hervorragende Arbeit – und bei seiner Frau Ursula für die stete Unterstützung.  Foto: Stadt Rastatt

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