Am 28. September: Letzte Führung durch die Heimkinder-Ausstellung im Stadtmuseum

(25. September 2017) Letzte Chance auf eine fachkundige Führung und alle Hintergrundinfos zur Ausstellung über das Schicksal der Heimkinder in Rastatt und der Region: Patricia Reister, Volontärin im Stadtmuseum, führt am Donnerstag, 28. September, um 15 Uhr zum letzten Mal durch die von ihr kurierte Ausstellung zur Heimerziehung. Die Führung ist kostenlos, der Eintritt ins Museum kostet drei Euro, ermäßigt einen Euro. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Begeisterung unter den Besuchern der Ausstellung
Gemeinsam mit der Dörfel-Ausstellung erfreut sich die Sonderschau zur Heimerziehung im Stadtmuseum ungebrochener Beliebtheit bei Gruppen und Einzelbesuchern: Rund 2.300 Besucherinnen und Besucher haben die Ausstellung  seit ihrer Eröffnung im April 2017 gesehen. Im Besucherbuch haben sie zahlreiche begeisterte Einträge hinterlassen. So lobt ein Besucher die sehr emotionale Verwirklichung des früheren Heimlebens und des Begriffs „streng“, und ein anderer bemerkt: „Die Ausstellung und ihr regionaler Bezug zeugen von einem modernen, innovativen Ansatz in der Geschichtswissenschaft und ihrer Umsetzung im Museum. Sehenswert!“ Ein dritter betont: „Es ist eine der wichtigsten Aufgaben der historischen Arbeit, denjenigen eine Stimme zu geben, die bisher keine hatten! Tolle Arbeit!“ In einem Eintrag wird sogar die Forderung laut, die Ausstellung („keine leichte Kost“) zum Pflichtprogramm für alle zu erheben, die beruflich oder privat mit Kindern zu tun haben. Eindrückliche Worte hat auch eine Jugendliche hinterlassen, die heute selbst im St. Franziskusheim lebt: „An alle, die heute in einem Heim sind und damit unzufrieden sind oder es als zu streng empfinden: Ihr irrt euch gewaltig! Das, was Heimkinder heute als streng sehen, wäre für die anderen früher Luxus gewesen! Seid alle damit zufrieden und freut euch über ein Dach über’m Kopf und etwas zu Essen. Respekt an die früheren Heimkinder und mein herzliches Beileid an alle Gequälten.“

Ohne Führung ist die Ausstellung „Verwahrlost und gefährdet? Heimerziehung in Baden-Württemberg, dem Landkreis und der Stadt Rastatt 1949-1975“ noch bis Sonntag, 8. Oktober, im Stadtmuseum Rastatt zu sehen. Das Stadtmuseum ist von Donnerstag bis Samstag jeweils von 12 Uhr bis 17 Uhr geöffnet, an Sonn- und Feiertagen von 11 Uhr bis 17 Uhr. Gruppenführungen können unter Telefon 07222 972-8402 oder museen@rastatt.de angefragt werden. Weitere Informationen gibt es online unter www.stadtmuseum-rastatt.de

Die Schulklassen der Anne-Frank-Schule Rastatt zeigten großes Interesse an der Ausstellung über Heimerziehung.Foto: Stadt Rastatt
Blick in die Ausstellung „Verwahrlost und gefährdet? Heimerziehung in Baden-Württemberg, dem Landkreis und der Stadt Rastatt 1949-1975“. / Foto: Stadt Rastatt

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