Herbstausstellung in der Städtischen Galerie Fruchthalle: „Zwischen Erde und Himmel – Nino Malfatti“

(18. September 2017) „Zwischen Erde und Himmel – Nino Malfatti“ heißt die neue Herbstausstellung, die vom 30. September 2017 bis zum 28. Januar 2018 in der Städtischen Galerie Fruchthalle zu sehen sein wird. Bürgermeister Pfirrmann eröffnet die Schau am Freitag, 29. September, um 19 Uhr im Beisein des Künstlers. Galerieleiter Peter Hank gibt eine Einführung. 

Im Kontrast zur filigranen Körperlichkeit und Materialität, die in der Ausstellung mit Werken von Ulrike Michaelis zu sehen war, zeigt die Herbstausstellung in der Städtischen Galerie Fruchthalle in strukturaler Tektonik die Felslandschaften von Nino Malfatti. Der 1940 in Innsbruck geborene und heute in Berlin lebende Künstler studierte von 1967 bis 1972 an der Kunstakademie Karlsruhe bei Peter Herkenrath und Gerd van Dülmen und als Meisterschüler von Horst Antes. Er ist mit einem frühen Gemälde und einer Zeichnung aus der Zeit nach dem Studium in der Sammlung Rastatt vertreten. In diesen Arbeiten der 1970er Jahre werden ein Treppengeländer in zweckfreier und perspektivischer Staffelung als konstruktive Komposition auf die monochrome Leinwand gesetzt und Wäscheklammern in serieller Reihung und differenzierter Schwarz-Weiß-Tönung zum Versatzstück eines gleichfalls konstruktiven Arrangements. In der feinen Abstufung der Farbtöne und durch die verdichtete Schichtung des Dargestellten entstehen Raumstrukturen, die Aspekte von Realismus und Konstruktivismus in sich vereinen. Seit 1984 sind jedoch die am Ende surrealistisch wirkenden Gegenstände aus Malfattis Arbeiten gänzlich verschwunden und haben Ansichten von Felsen und Bergen Platz gemacht. Er gibt sie in Texturen wieder, die zugleich einen hohen Abstraktionsgrad offenbaren und auf das alpenländische Herkommen des Künstlers Bezug nehmen. 

Mit exemplarischen Arbeiten aus allen Werkphasen wird dieser Entwicklungsprozess des Künstlers in der Ausstellung anschaulich gemacht, in der allerdings überwiegend die Felslandschaften der letzten 25 Jahre zu sehen sind. Erstmals öffentlich gezeigt wird ein Zyklus von 31 Farbstift- und 26 Bleistiftzeichnungen, den der Künstler 1994 auf einer Reise durch das Akakus-Gebirge der Libyschen Wüste vor Ort gezeichnet hat. Zu diesem Zyklus erscheint eigens ein bibliophiler Katalog im Info Verlag / Lindemanns Bibliothek, der neben den abgebildeten Zeichnungen und einem Einführungstext von Galerieleiter Peter Hank Auszüge aus dem Reisetagebuch des Künstlers enthält. 

Die Herbstausstellung kann bis zum 28. Januar zu den üblichen Öffnungszeiten der Städtischen Galerie besucht werden: Donnerstag bis Samstag, 12 bis 17 Uhr, sowie an Sonn- und Feiertagen, 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt beträgt drei Euro, ermäßigt einen Euro. 

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