Blick hinter die Kulissen des Stadtmuseums: Die Vorbereitung für die Ausstellung über den Maler und Grafiker Friedrich Kaiser laufen auf Hochtouren

(8. September 2017) Während im Stadtmuseum über den Sommer hinweg zwei gut nachgefragte Ausstellungen über das Rastatter Dörfel und die Heimerziehung laufen, bereiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits die nächste Ausstellung für den Herbst vor. Ab dem 11. November 2017 bis zum 2. April 2018 wird dort eine Ausstellung über den Maler und Grafiker Friedrich Kaiser gezeigt. Kaiser war während der Badischen Revolution Bildberichterstatter für die Leipziger Illustrierte Zeitung und dokumentierte das Geschehen in Rastatt auf eindrucksvolle Weise. Seine Tätigkeit ließ ihn auch zwischen die Fronten geraten. So wurde er eines Tages als vermeintlicher Spion aufgegriffen und zur Haft in die Kasematten gesteckt. Dieses eindrückliche Erlebnis dokumentierte er in einer Zeichnung, die sich heute neben anderen Arbeiten von Friedrich Kaiser im Wehrgeschichtlichen Museum befindet. 

Zur Vorbereitung der Ausstellung war Museumsleiterin Iris Baumgärtner häufiger im Wehrgeschichtlichen Museum zu Gast, um in Frage kommende Leihgaben auszusuchen. Dr. Alexander Jordan, Direktor des Wehrgeschichtlichen Museums, zeigte sich vom Konzept der Ausstellung angetan – und großzügig. So bekommt das Stadtmuseum Arbeiten von Friedrich Kaiser ausgeliehen, „die sonst nie das Haus verlassen dürfen“, wie Jordan betont und dabei auf die gute Zusammenarbeit der beiden Museen verweist.

Friedrich Kaiser: bisher wenig bekannter Chronist von Rastatts revolutionärer Vergangenheit 

Der 1815 in Lörrach geborene und 1889 in Berlin gestorbene Friedrich Kaiser ist leider wenig bekannt, obwohl er in der Zeit von 1848 bis zum Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 als Bildreporter für die Leipziger Illustrierte Zeitung arbeitete. Besonders interessant für Rastatt sind seine Aquarelle und Zeichnungen, die er 1849 während der Belagerung der Bundesfestung durch die Preußen anfertigte.

Anlässlich seines 200. Geburtstages fand 2015 eine viel beachtete Ausstellung im Dreiländermuseum Lörrach über ihn statt, die in ihren Grundzügen im Herbst in Rastatt gezeigt wird. Ergänzt durch besondere Leihgaben aus der Staatlichen Kunsthalle, dem Landesarchiv Baden-Württemberg und dem Badischen Landesmuseum Karlsruhe, soll die Schau Gelegenheit geben, einmal mehr das Thema „Badische Revolution“ zu vertiefen und an die Revolutionsereignisse in Rastatt zu erinnern. Immerhin liegt es 18 Jahre zurück, dass im Stadtmuseum eine inhaltliche Beschäftigung mit diesem für die Stadtgeschichte so bedeutenden Thema erfolgte. 1999 erinnerte das Stadtmuseum mit einer großen Ausstellung an diese erste große Demokratiebewegung und an den badisch-pfälzischen Aufstand, der 1849 in Rastatt von den Preußen so bitter niedergeschlagen wurde.

Folgen Sie uns auf:


Ansprechpartner für die Presse

Pressestelle Stadt Rastatt

Telefon: 07222 972-1300
oder -1301

E-Mail: pressestelle@rastatt.de