Nachhaltig nutzbare Flüchtlingsunterkunft im Bittlerweg nimmt Gestalt an

(25. August 2017) Wo nach dem Spatenstich im April nur ein Sandhaufen auf der grünen Wiese stand, ist innerhalb weniger Monate ein moderner, dreistöckiger Flachdachbau aus dem Boden gewachsen. Im Bittlerweg 7 baut die Stadt Rastatt eine Flüchtlingsunterkunft für die Anschlussunterbringung von 110 Flüchtlingen. Die acht Dreizimmer- und neun Zweizimmerwohnungen sollen im Anschluss bezahlbaren Wohnraum für etwa 50 Personen bieten. Im April oder Mai 2018 werden die ersten Flüchtlinge einziehen, dazu müssen die Bau- und Installationsarbeiten im März beendet sein. Die beauftragte Baufirma liegt aktuell voll im ambitionierten Zeitplan. „In der Regel erarbeiten wir uns sogar einen zeitlichen Vorsprung, der zum Ende hin als Puffer dient“, verrät Stefan Kozole, Oberbauleiter der Ettlinger Firma Lang. Im Hof wird derzeit ein Sammelplatz für Abfälle errichtet, es folgen ein Abstellraum für Fahrräder und ein Kinderspielplatz mit Schaukel und Federwippe unter schattenspendenden Bäumen. Auf das begrünte Flachdach kommt eine Photovoltaik-Anlage. Von der Straße aus wirkt das Gebäude recht unscheinbar, erst der Blick um die Ecke rückt die Dimensionen zurecht. Von jedem der drei Treppenhäuser gehen pro Stockwerk zwei geräumige Wohnungen ab. Im Erdgeschoss sind fünf barrierefreie Wohnungen, dazu ein Trockenraum und ein Raum für die Haustechnik. „Wir bauen hier keine Holzhütte, das ist ein Massivhaus“, betont Kozole lachend. Gemeinderat und Stadt hatten sich für die Massivbauweise und für einen Zuschnitt entschieden, der zukünftig eine flexible Nutzung ermöglicht. Vorerst wird das Gebäude jedenfalls für Flüchtlinge genutzt. Zehn Quadratmeter pro Person sind gesetzlich vorgesehen, auf den 1.170 Quadratmetern könnten also 110 Personen Platz finden. Alle Wohnungen sind mit Küche, Bad und einem zeitgemäßen Lüftungssystem ausgerüstet. Möbliert werden die Zimmer unter anderem mit einem oder mehreren Doppelstockbetten, erklärt der städtische Hochbauer Martin Rieger, der den Bau von städtischer Seite aus betreut. Auch die Stadt sei mehr als zufrieden mit dem Baufortschritt, betont Rieger. Stephanie Herzog, Bauleiterin der Firma Lang, ergänzt: „Wir wissen alle, dass man auf der Baustelle Überraschungen nie völlig ausschließen kann. Wenn wir weiter so gut vorankommen wie bisher, steht einer Einweihung im nächsten Frühjahr aber nichts Wege.“

Die drei von der Baustelle: Stefan Kozole, Stephanie Herzog und Martin Rieger (von links nach rechts). / Foto: Stadt Rastatt
Hoppla, ein Haus! Seit dem Spatenstich ist noch kein halbes Jahr vergangen. Von der Straße aus gesehen, wird sich der Spielplatz links am Haus befinden. / Foto: Stadt Rastatt

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