Klaus Föry besucht evakuierte Niederbühler im Best Western Hotel

(21. August 2017) Fünf Familien aus Rastatt-Niederbühl sind derzeit im Rastatter Best Western-Hotel untergebracht, nachdem sie am Sonntag, 13. August, ihre Häuser unweit der Tunnelbaustelle räumen mussten. Niederbühls Ortsvorsteher Klaus Föry besuchte die Familien am Freitag, 18. August, im Namen der Stadt Rastatt und verschaffte sich ein Bild von der Situation vor Ort. „Das einzig Erfreuliche an diesem Anlass ist, dass niemand verletzt worden ist“, eröffnete Föry die Runde. Wie sich im Gespräch zeigte, sind die Erfahrungen der Betroffenen bisher in der Tat höchst unerfreulich: Die Versorgung mit drei Mahlzeiten täglich sei anfangs nicht klar geregelt gewesen. Und ob der Wäscheservice des Hotels genutzt werden könne, sei noch offen. Unter diesen Bedingungen sei ein normaler Arbeitsalltag für den Großteil der 16 Betroffenen nicht möglich, berichteten die Familien. Eine Viertelstunde dürften sie täglich in ihren Häusern nach dem Rechten sehen. Das reiche noch nicht einmal, um am heimischen Computer E-Mails zu beantworten. 

Informationen der Deutschen Bahn gebe es oft nur über Umwege oder gar nicht, beklagten sich die Exil-Niederbühler. So habe man sie im Unklaren gelassen, wie lange der Aufenthalt im Hotel dauere. Inzwischen wisse man wenigstens, dass noch mindestens bis Samstag, 26. August, Durchhalten angesagt sei. 

Klaus Föry versprach, sich um zuverlässige Informationen zu bemühen und zeigte vollstes Verständnis für die Klagen der Evakuierten: „Drei Mahlzeiten täglich, saubere Wäsche und klare Ansagen der Bahn müssen selbstverständlich sein“, forderte er. Kurzfristige Abhilfe – das Hotel serviert am Wochenende eigentlich kein Mittagessen – und gelockerte Stimmung schaffte Föry zum Abschied mit Gutscheinen für ein Lokal in Niederbühl, die er den Betroffenen im Namen der Stadt Rastatt überreichte.

Dicke Luft in der Lobby: Die Anwohner der Tunnelbaustelle fühlen sich von der Bahn im Stich gelassen. / Foto: Stadt Rastatt

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