Sibylla Augusta reist mal wieder in die Schweiz: Porträt der Markgräfin geht als Leihgabe nach Zürich

(5. September 2017) Nach über 300 Jahren reist Markgräfin Sibylla Augusta wieder einmal an den „Ort“ ihrer großen Hoffnungen: Kloster Einsiedeln in der Schweiz. Denn das Porträt der Markgräfin, das normalerweise im Stadtmuseum hängt, geht als Leihgabe nach Zürich ins Schweizer Nationalmuseum. Dort wird es vom 14. September bis zum 21. Januar 2018 in einer Ausstellung über das Kloster Einsiedeln zu sehen sein. Behutsam und sorgfältig hatten am 4. September Mitarbeiter eines Kunsttransportunternehmens unter den wachsamen Augen von Restauratorin Ute Luber das Bildnis der frommen Markgräfin im Stadtmuseum verpackt. Zusammen mit einer Ansicht der Kapelle Maria Einsiedeln in Rastatt, die Wilhelm Amann 1928 als eine der schönen Sehenswürdigkeiten der Stadt in Öl festhielt, ging es dann sogleich in Richtung Schweiz. 

Unter dem Titel „Hoffnung und Trost im Finsteren Wald“ wird im Schweizer Nationalmuseum die tausendjährige Geschichte einer der bedeutendsten europäischen Marienwallfahrtsorte dargestellt. Schon seit dem Hochmittelalter hat sich die Wallfahrt zur Kapelle des dort ermordeten Eremiten Meinrad entwickelt. An Stelle seiner Zelle errichteten die ersten Mönche eine kleine Kapelle, um die sich in späterer Zeit das mächtige Kloster Einsiedeln allmählich entwickelte. Auch Mitglieder des markgräflichen Hauses Baden unternahmen ab dem späten 16. Jahrhundert regelmäßig Wallfahrten nach Einsiedeln im heutigen Kanton Schwyz. Auch die Markgräfin Sibylla Augusta begab sich dorthin, „um sich vom Himmel den Kindersegen und dessen Erhaltung zu erflehen“, wie der Chronist des Klosters, Pater Ringholz, festhielt. Die häufigen Wallfahrten von Sibylla Augusta nach Einsiedeln dienten ab 1700 als Bittstelle für die Gesundheit ihres Ehemanns und der Kinder. Dafür spendete die Markgräfin kostbare Votivgaben an das Kloster. Einige davon durfte das Stadtmuseum 2014 in seiner Ausstellung über den Rastatter Frieden zeigen. Schließlich war die Kapelle aus Dankbarkeit über den erlangten Frieden von 1714 von Sibylla Augusta errichtet worden.

Folgen Sie uns auf:


Ansprechpartner für die Presse

Pressestelle Stadt Rastatt

Telefon: 07222 972-1300
oder -1301

E-Mail: pressestelle@rastatt.de