Schlüsselgewalt und Sozialkompetenz: Das Hausmeister-Team der Stadtverwaltung ist für jeden Einsatz bereit

Rene Sunderer, Karlheinz Huck und Claus Bollian bilden das Hausmeister-Team der Stadtverwaltung – und haben alles stets im Griff. Foto: Stadt Rastatt

(25. Juli 2017) Am Festwochenende war es mal wieder soweit: Bereitschaftsdienst. Während draußen Musik spielte, Menschen lachten und feierten, saßen im Rathaus abwechselnd Rene Sunderer, Karlheinz Huck und Claus Bollian. Sie bildeten während des Stadtfests das Hausmeistergespann der Stadtverwaltung – und hatten von ihrem Hausmeisterzimmer aus nicht nur alles im Blick, sondern auch voll im Griff.  

Die Hausmeister kennen jeden Winkel der Verwaltungsgebäude

Über 500 Menschen spazierten täglich während des Stadtfests ins Rathaus. Vor allem Künstler, die das Rathaus zum Proben nutzten oder ihre Utensilien unterstellten. Aber auch Passanten. Auf all das musste natürlich jemand ein wachsames Auge haben. Und in aller Regel sind es die wachsamen Augen der Hausmeister. Wenn das Rathaus offen ist, egal ob morgens um 6 Uhr oder wie beim Stadtfest bis spät in die Nacht hinein, muss mindestens einer der Hausmeister da sein. Schließlich sind sie die Gebäudemanager. Sie kennen jeden Winkel der Verwaltungsgebäude, haben für jeden Raum den passenden Schlüssel und kennen für jeden Fall den richtigen Ansprechpartner. Und natürlich können sie auch selbst anpacken. 

Pragmatisch und unkompliziert finden sie für alles eine Lösung

Bevor Karlheinz Huck zum Hausmeisterteam der Stadtverwaltung stieß, arbeitete er in der städtischen Schreinerei. Handwerkliches Geschick ist daher selbstverständlich. Das stellte der 50-jährige Wintersdorfer auch bei seinem Stadtfestdienst unter Beweis. So rief ihn kurz vor dem Fassanstich ein sanitärer Notfall auf den Plan: Kein Wasser in den Toilettenwägen vor dem Rossi-Haus. Routiniert begleitete er die aufgeregte Schadensmelderin zum Ort des Geschehens, erkannte schnell, wo das Problem lag und löste es kurzerhand. Ganz pragmatisch und unkompliziert. So läuft das eigentlich immer, wenn man einen der Hausmeister ruft. Sie strahlen eine solche Sicherheit und Zuversicht aus, dass sich in jedem erdenklichen Notfall schnell die nötige Ruhe einstellt. 

Für alle Notfälle bestens gerüstet

Das mag auch daran liegen, dass sie schon fast alles erlebt haben – vom Keller unter Wasser über Bombenfunde bis hin zum klassischen Aufzugsdrama. Und sie sind für alle Notfälle bestens gerüstet: Ob Wassereinbruch, nächtlich loslegende Alarmanlagen, piepende Feuermelder, defekte Aufzüge, kaputtes Licht oder Stromausfall. Sie wissen genau, wer für welchen Fall zu kontaktieren ist, wo sich Schächte und Anschlüsse befinden und: mit ihrem über 35 Schlüssel umfassenden Schlüsselbund kommen sie einfach auch überall rein. „Wir sind die Herren mit der Schlüsselgewalt“, scherzt Karlheinz Huck. 

Die Herren mit der Schlüsselgewalt

Seit gut einem Jahr gehört der dicke Schlüsselbund auch zu Rene Sunderers täglicher Ausstattung. Der gelernte Kfz-Mechaniker hat sich schnell an seinen neuen Job als Hausmeister gewöhnt und weiß mittlerweile genau, welchen Schlüssel er wann zücken muss. „Am Anfang habe ich noch versucht, die Schlüssel zu beschriften, weil ich dachte: Das lerne ich nie! Aber es ging ganz schnell wie von selbst“, berichtet der 57-jährige Rastatter. Nicht nur die vielen Schlüssel und Schlösser sind zur Routine geworden, auch der Bereitschaftsdienst. „Es kommt schon öfter vor, dass abends oder nachts das Telefon klingelt, weil irgendwo eine Alarmanlage losgegangen ist. Dann müssen wir kommen, die Situation prüfen, schauen, ob etwas fehlt oder kaputt gegangen ist und auf die Polizei warten“, erklärt er. Stören tut ihn das nicht. „So ist das halt, wenn man „Mädchen für alles“ ist“, lacht er versöhnlich. 

Kein Tag gleicht dem anderen

Mädchen für alles trifft es schon ganz gut, denn genau umschreiben lässt sich das Aufgabengebiet der Hausmeister gar nicht. Die einzige „Routineaufgabe“ dürfte die Verteilung der städtischen Post jeden Morgen sein. Ansonsten stehen allerlei ganz unterschiedliche Dinge auf dem Programm: Wenn eine Flagge gehisst werden muss, erledigen das die Hausmeister. Wenn es schneit und glatt ist, räumen und streuen die Hausmeister rund um die Verwaltungsgebäude. Wenn eine Gemeinderatssitzung ist, kümmern sich die Hausmeister um Brezeln und Getränke. Bei Wahlen versorgen sie die Wahlhelfer mit Essen und leeren die Briefkästen zu genau vorgegebenen Zeiten. Bei Festen und Empfängen im Rathaus sorgen sie für das richtige Ambiente und sogar beim Kranzniederlegen an Feiertagen sind sie mit von der Partie. „Im Grunde organisieren wir, dass alles rund läuft“, fasst es Karlheinz Huck zusammen. Und wenn Not am Mann ist, springen sie ein. So wie Claus Bollian.

Wenn Not am Mann ist, springen sie ein

Der 57-jährige Ottersdorfer ist eigentlich gar kein „echter“ Hausmeister, sondern der Hausdrucker. Während des Stadtfests hatte der dritte Hausmeister im Bunde, Günther Storim, Urlaub. Bollians Einsatz war daher keine Frage: „Selbstverständlich unterstütze ich meine Kollegen.“ Der gelernte Möbelschreiner jagt normalerweise tausende Seiten durch seine monströsen Drucker und hat schon unzählige Gemeinderatsunterlagen, Haushalte, Schulzeitungen und Flyer auf den Weg gebracht. Seine Hausdruckerei liegt genau neben dem Hausmeisterbüro und so ist es keine Frage, dass sich das Team bestens kennt und hervorragend versteht. „Einer unterstützt den anderen“, versichert Bollian. „Es ist einfach wichtig, dass man miteinander gut kann und sich aufeinander verlassen kann“, bestätigt auch Rene Sunderer. „Wir ergänzen uns ziemlich gut“, fasst es Karlheinz Huck zusammen.

Beim Stadtfest hatten die Männer zwar keine Gelegenheit, gemeinsam auf die getane Arbeit anzustoßen. Schließlich war immer einer im Einsatz. Aber separat genießen konnten die Hausmeister das Stadtfest dann doch. „Man geht natürlich hin, wenn man mal frei hat“, freute sich Sunderer. Der nächste Diensteinsatz wird ohnehin nicht lange auf sich warten lassen. 

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