Am 30. Juli: Eingefleischter Dörfler führt durch die Ausstellung „Das Dörfel. Ein Stadtteil macht Geschichte“ im Stadtmuseum

(21. Juli 2017) Mit Karl-Josef Fritz, genannt Charly, führt am Sonntag, 30. Juli, um 11 Uhr ein eingefleischter Dörfler durch die aktuelle Ausstellung im Stadtmuseum „Das Dörfel. Ein Stadtteil macht Geschichte“. Bis 2005 führte er die Metzgerei Fritz im Dörfel, die auf eine lange Tradition zurückblickt. So weiß er den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einiges Interessantes aus seinem Stadtteil zu berichten. Die Führung selbst ist kostenlos, lediglich der Eintritt ins Stadtmuseum muss entrichtet werden und kostet drei Euro, ermäßigt einen Euro.

„Denn nurs Dörfel ist der schönste Teil…“ – so beginnt der Refrain des Dörflerliedes aus der Feder von Josef Julius Mayer, auch bekannt als Mayerseppel. Er führte Anfang des 20. Jahrhunderts ein Tabakwarengeschäft in der heutigen Josefstraße. Der Rastatter Lokalpoet pries seinen Stadtteil in den höchsten Tönen. Mehr als 100 Jahre später haben es sich das Stadtmuseum und das Stadtarchiv zur Aufgabe gemacht, die Geschichte dieses Rastatter Stadtteils darzustellen. Dabei stehen neben der Historie auch die Persönlichkeiten aus dem Dörfel im Mittelpunkt. Auch über diese äußerte sich der Mayerseppel: „Bewohnt werd’s nor vun brave Leut’ – Un alle sind se grundgescheit!“

Mit Charly Fritz kommt in der Ausstellung nun einer dieser grundgescheiten Dörfler selbst zu Wort. Die Metzgerei Fritz wurde 1939 von Eugen Fritz und seiner Frau Sofie in der damaligen Kriegstraße eröffnet. Hierfür erwarb Fritz die bisher dort bestehende Metzgerei von Franz Lampert. Zuvor hatte Eugen Fritz seinen Beruf bei Metzgermeister Karl Schuler in Rastatt erlernt. Während seiner Wanderjahre absolvierte er 1937 in Düsseldorf die Meisterprüfung.  Zur Zeit der Betriebsgründung gab es im Dörfel noch die Metzgereien Boos und Sickinger. Insgesamt gab es damals 15 Metzgereien in Rastatt. 1977 übernahm dann Karl-Josef Fritz die Metzgerei von seinem Vater und führte sie bis zur Schließung 2005 weiter. 

Wanderbuch des Metzgers Eugen Fritz (privat)

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