Dezentral und nachhaltig: Bauarbeiten für Flüchtlingsunterkunft in Niederbühl mit Spatenstich eröffnet

(18. Juli 2017) „Es wird die Hausnummer 21“, verriet Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch am Montag, 17. Juli, beim Spatenstich zur neuen Flüchtlingsunterkunft in der Niederbühler Weiherstraße. Der dreigeschossige Neubau in Massivbauweise soll im August 2018 bezugsfertig sein und zunächst Platz für 45 Flüchtlinge in der Anschlussunterbringung bieten. Rund 1.110 Quadratmeter Wohnfläche stehen dafür zur Verfügung, verteilt auf 21 Einzelzimmer sowie zwölf Doppelzimmer. Geplant sind auch Räume für einen Hausmeister und Sozialarbeiter. Nach der Nutzung als Anschlussunterbringung für Flüchtlinge soll das Gebäude die benachbarte Obdachlosenunterkunft auf der anderen Seite des Gewerbekanals ersetzen. 

Neben den beteiligten Unternehmen und städtischen Mitarbeitern dankte Oberbürgermeister Pütsch besonders dem Gemeinderat für die gute Zusammenarbeit in Sachen Anschlussunterbringung: „Wir brauchen nachhaltige Lösungen und wir brauchen dezentrale Lösungen für eine gelingende Integration, da sind wir uns alle einig.“

Die Kosten für den Neubau belaufen sich auf rund 3,1 Millionen Euro. Die Stadt erhält außerdem Fördergelder aus dem Landesprogramm „Wohnraum für Flüchtlinge“ in Höhe von 823.500 Euro. Bedingung für die Fördergelder ist, dass das Gebäude mindestens zehn Jahre als Anschlussunterbringung genutzt wird. „Wie sich die Lage weiter entwickelt, ist schwer zu sagen, aber wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, stellte der Oberbürgermeister zufrieden fest. Auch im Bittlerweg baut die Stadt derzeit eine Unterkunft, die ab dem Frühjahr 2018 für die Anschlussunterbringung von 110 Flüchtlingen genutzt wird und im Anschluss bezahlbaren Wohnraum bieten soll. 

In der zukünftigen Weiherstraße 21 beginnt die Firma Keller Grundbau aus Renchen noch im Lauf der Woche mit der Verbesserung des inhomogenen Baugrunds am Gewerbekanal. Dieser war im Vorjahr ausführlich geprüft worden. Den Zuschlag für die Architektenleistungen hatte bereits im April 2016 das Rastatter Büro Donnig+Unterstab und Partner bekommen. Den Auftrag für den Rohbau vergab der Gemeinderat am Montagabend, 18. Juli, an die Rastatter Firma Gerike.

Sandiger Startschuss für die nachhaltig nutzbare Flüchtlingsunterkunft in Niederbühl. / Foto: Stadt Rastatt

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