Spielplatz nach Wunsch: Kita-Kinder weihen den neuen Spielplatz in der Eschenstraße ein

(18. Juli 2017) „Toll!“ lautete das einstimmige Urteil der Kinder des Kindergartens Heilig Kreuz und der Kita Paul-Gerhardt-Haus über den neuen Spielplatz in der Eschenstraße. Zusammen mit Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch, Vertretern des Gemeinderats und der Stadt hatten sie den Kinderspielplatz am 18. Juli offiziell eingeweiht und sogleich in Beschlag genommen. 

Mit einem kleinen Liedergruß bedankten sich die Kita-Kids bei der Stadt und dem Gemeinderat. Den schönsten Dank lieferten die Kinder aber wohl mit ihren strahlenden Gesichtern und ihrem unbändigen Spieltrieb. Denn kaum war das rote Band durchschnitten, legten sie los, schaukelten, wippten, kletterten und buddelten im Sand. Highlights des Tages waren eindeutig die riesige Nestschaukel, auf der problemlos acht Kinder Platz finden – für die beiden fünfjährigen Mädels Laura und Emma das Lieblingsspielgerät schlechthin. Und das Kletterhaus, an dem sich schnell lange Kinderschlangen bildeten. So musste sich nicht nur der vierjährige Marcell erstmal gedulden, bis der erste Ansturm auf das Holzhaus vorbei war. Aber auch die beiden Wipptiere, der Kletterturm und die große Sandfläche wurden eifrig bespielt.

Impression von der Eröffnung des Spielplatzes. / Foto: Stadt Rastatt

Dass der Spielplatz bei den Kindern so gut ankam, ist kein Zufall, denn ihre Wünsche wurden bei der Planung explizit erfragt und berücksichtigt. „Mein Dank geht an den Rastatter Gemeinderat, der viel Geld in die Hand genommen hat, um Euch Kindern Euren Spielplatz nach Wunsch bauen zu lassen“, bedankte sich der Oberbürgermeister bei der Einweihung. Rund 150.000 Euro hat der Spielplatz gekostet, der natürlich nicht nur für die Kita-Kinder allerlei Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten bietet, sondern auch für die Kleinkinder aus dem umliegenden Wohnquartier. Gedacht ist er für Altersgruppen bis ins beginnende Schulalter. 

Mit dem Konzept und der Realisierung des Spielplatzes hatte der Gemeinderat das Karlsruher Planungsbüro für Landschaftsarchitektur Hubert Haller beauftragt. Im Mittelpunkt stand eine barrierefreie Gestaltung des Geländes und der Spielgeräte. So hat die Spielhütte eine Rampe für Rollstuhlfahrer, der Sandeltisch ist unterfahrbar und die Schaukel mit einer großen Sitz- und Liegefläche ausgestattet. Beim Neubau des Spielplatzes wurden zudem weitgehend natürliche Baustoffe verwendet. „Die Pflastersteine stammen teilweise aus der Festung Rastatt und der Pagodenburganlage und die Spielgeräte sind aus Holz hergestellt“, wie Landschaftsarchitekt Hubert Haller berichtete. Gedacht wurde auch an ausreichend Sitzgelegenheiten für Erwachsene sowie genügend Mülleimer. 

Impression von der Eröffnung des Spielplatzes. / Foto: Stadt Rastatt

Bäume und Sträucher sollen für ein luftiges grünes Areal sorgen und im Sommer für den notwendigen Schatten beim Spielen. Allerdings werden die Bäume noch zwei, drei Jahre brauchen, bis sich eine ausreichend große Krone zum Schattenspenden ausgebildet hat. In den Randbereichen des Spielplatzes sind Obstbäume gepflanzt. Auch diese werden noch ein paar Jahre benötigen, bis sie Früchte tragen. Dafür gibt es auf dem Spielplatz aber zumindest schon Duftkräuter wie Minze und Salbei, an denen die Kinder schnuppern können. Simon Schaaf, der den anliegenden Acker bewirtschaftet und dem für den Spielplatz ein wenig Fläche verloren ging, plant zudem, am Grenzbereich Wildblumen zu pflanzen. Unbehandelt und natürlich werden sie für die Kinder unbedenklich und schön anzuschauen sein. 

Damit die Kinder nicht auf die Straße laufen oder Hunde in den Spielplatz gelangen, ist er hin zur Oberwaldstraße und Buchenstraße mit einem teilweise begrünten Zaun mit zwei Zugangstoren umgeben. Fahrräder können sicher an den Spielplatzzugängen abgestellt werden.

Zum Hintergrund: Planung und Bau des Spielplatzes

Bereits im November 2016 hatte der Gemeinderat dem Bau des neuen Spielplatzes zugestimmt. Die Federführung des Projekts lag beim Fachbereich Stadt- und Grünplanung / Kundenbereich Ökologie und Grün der Stadt Rastatt. Ursprünglich sollte der Spielplatz gegen Ende des Frühjahrs in Betrieb genommen werden. Die ungünstigen Witterungsbedingungen verzögerten aber sowohl den Baustart als auch die endgültige Freigabe des Kinderspielplatzes. Während anhaltender Frost zunächst den Baustart in den Februar verlegte, machten die anschließenden kühlen Temperaturen im Mai und schließlich die plötzliche Hitze und Trockenheit dem Rasenwachstum zu schaffen. So musste zunächst abgewartet werden, um eine stabile, belastbare Rasenfläche zu erhalten. Nun ist aber buchstäblich Gras über die Sache gewachsen und dem Spielbetrieb steht nichts mehr im Weg.

Impression von der Eröffnung des Spielplatzes. / Foto: Stadt Rastatt

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