„Martin gehört allen“: Runder Tisch will Martinsumzug in bewährter Form beibehalten

(22. Mai 2017) Der zentrale städtische Martinsumzug am 11. November soll in bewährter Form erhalten bleiben: In großer Einmütigkeit befanden dies die Teilnehmer des „Runden Tisches Martinsumzug“, der auf Einladung der Stadt Rastatt am 17. Mai im Historischen Rathaus stattfand. Zum Termin gekommen waren Vertreter der Kirchen, der Gemeinderatsfraktionen von CDU, SPD und Grünen, der Grundschulen, der Schul-Horte, der Stadtkapelle, der Vereine sowie interessierte Bürger. 

Dem einhelligen Fazit vorausgegangen waren positive Statements aller Teilnehmer zum traditionellen Martinsumzug unter städtischer Regie. Denn auch mit dem bisherigen Veranstaltungsformat sei es gut gelungen, den Kindern die Martinsbotschaft des Teilens und der Barmherzigkeit zu vermitteln. Hier habe Pfarrer Dickerhof von der Katholischen Kirchengemeinde St. Alexander in den vergangenen Jahren eine wichtige Rolle übernommen, wie Sitzungsleiter Joachim Hils vom federführenden städtischen Fachbereich Jugend, Familie und Senioren betonte. Im Sinne des ökumenischen Gedankens wird sich zukünftig auch die evangelische Kirche mit der Michaelsgemeinde am Umzug beteiligen, bekräftigte deren Vertreter Jörg Böhmer beim Runden Tisch. Entstanden war die Idee bereits beim Treffen des Oberbürgermeisters mit den Kirchenvertretern Anfang des Jahres. 

Insgesamt sei die Martinsbotschaft eine religionsübergreifende, wurde beim Runden Tisch deutlich. „Martin gehört allen“, fasste es Pfarrer Dickerhof anschaulich zusammen. Ute Kretschmer-Risché vom Verein Junge Flüchtlinge Rastatt berichtete, wie begeistert Flüchtlingskinder den letztjährigen Umzug erlebt hätten. Hier leiste die Veranstaltung eine wichtige Wertvermittlung. Der Verein sei auch beim diesjährigen Umzug gerne wieder aktiv dabei. 

Lebhaft diskutiert wurde, wie es gelingen könne, Grundschüler stärker in die Organisation des Martinsumzugs einzubinden. Die Vertreter der Johann-Peter-Hebel-Schule, der Carl-Schurz-Schule, der Hansjakob-Schule und der Gustav-Heinemann-Schule sagten zu, ihre Religionslehrer um Thematisierung der Martinsgeschichte zu bitten. Und sie versprachen, an ihren Schulen intensiv Werbung für den städtischen Martinsumzug zu machen. Allerdings sei es nicht zu leisten, einen aktiven Part in der Organisation der Veranstaltung zu übernehmen. Überhaupt brauche der Martinsumzug keine „Zwangsoptimierung“, wie es Gustav-Heinemann-Schulleiter Andreas von der Forst formulierte. Auch die von einigen Teilnehmern vorgebrachte Idee, aus den Stadtteilen „Sternmärsche“ zum zentralen Umzug in der Innenstadt zu organisieren, wurde zwar für gut befunden, aber wegen des zu großen Aufwands wieder verworfen. 

So wird der Martinsumzug 2017 nach bewährtem Konzept als zentrale städtische Veranstaltung organisiert. Neu integriert werden die Teilnahme der evangelischen Michaelsgemeinde, eigene Beiträge von Kindern und vielleicht neue musikalische Impulse durch das Jugendorchester der Stadtkapelle, dessen Vertreter sich beim Runden Tisch ebenfalls positiv zum Umzug äußerte. Die Stadtverwaltung wird das Konzept 2017 in den nächsten Monaten in Abstimmung mit den Beteiligten konkretisieren.

Bewährtes soll bleiben: Der „Runde Tisch Martinsumzug“ spricht sich für die zentrale städtische Veranstaltung am 11. November aus.

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