Lärmaktionsplan für Rastatt: Bürgerinformationsveranstaltung am 30. Mai / Entwurf liegt bis 26. Juni zur Stellungnahme offen

(23. Mai 2017) Rastatt bekommt einen Lärmaktionsplan. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 22. Mai der Offenlage des Entwurfs zugestimmt, den das Karlsruher Ingenieursbüro Modus Consult im Auftrag der Stadt erstellt und dem Gemeinderat vorgestellt hat. Der Lärmaktionsplan listet auf, wo im Rastatter Straßenverkehr konkrete Maßnahmen zu ergreifen sind, um Lärm zu mindern. 

Bürgerbeteiligung: Informationsveranstaltung am 30. Mai in der BadnerHalle / Offenlage des Entwurfs bis 26. Juni

Zur weiteren Konkretisierung des Lärmaktionsplans soll nun verstärkt die Öffentlichkeit beteiligt werden. Geplant ist, dem Gemeinderat nach der Sommerpause 2017 dann einen überarbeiteten Entwurf vorzulegen. So findet am Dienstag, 30. Mai, um 19 Uhr eine Bürgerinformationsveranstaltung im Staffelschnatzersaal in der BadnerHalle zum Thema statt, zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind. Während der rund dreistündigen Veranstaltung werden Vertreter des Ingenieurbüros Modus Consult den Lärmaktionsplan vorstellen. Gemeinsam mit städtischen Mitarbeitern aus den Fachbereichen Stadt- und Grünplanung sowie Bauen und Verkehr werden sie auf Fragen und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger eingehen.

Außerdem können Bürgerinnen und Bürger den Entwurf bis einschließlich Montag, 26. Juni 2017, beim Fachbereich Stadt- und Grünplanung im dritten Stock im Rathaus Herrenstraße 15 einsehen und während der Offenlage dort schriftlich oder mündlich Stellung zum Entwurf nehmen. Abrufbar ist der Lärmaktionsplan zudem auf der städtischen Homepage unter der Rubrik Bürger und Service / Lärmaktionsplan.  

Geplante Maßnahmen zur Lärmminderung im Lärmaktionsplan

Der Lärmaktionsplan legt Prioritäten fest und unterteilt in kurzfristige Maßnahmen – diese sollten innerhalb der kommenden fünf Jahre umgesetzt werden – und mittelfristige Maßnahmen. Alle fünf Jahre wird der Lärmaktionsplan überprüft beziehungsweise fortgeschrieben. Dringender Handlungsbedarf besteht, wenn Lärm gesundheitsgefährdend zu werden droht. Bei der Überschreitung folgender Grenzwerte ist dies der Fall: tagsüber mehr als 70 dB(A) und nachts mehr als 60 dB(A). In Rastatt betrifft dies laut aktuellen Messungen des Ingenieurbüros tagsüber 397 Personen, nachts 501. 

Die Stadt sieht daher kurzfristig Handlungsbedarf an folgenden Straßen: 

Tempo 30 sowohl tags als auch nachts:

  • in der Lützower Straße zwischen Ludwigstraße und Kehler Straße
  • in der Kehler Straße zwischen Lützower Straße und Ritterstraße
  • in der Kapellenstraße zwischen Murgstraße und SchlossGalerie
  • in der Bahnhofstraße zwischen SchlossGalerie und Steinmetzstraße (Bahnhof)
  • in Niederbühl in der Murgtalstraße zwischen Mühlstraße und Hans-Thoma-Straße (Restaurant „Schnick-Schnack“)

Nächtliches Tempo 30:

  • auf der L 75 zwischen Badener Straße und Hauptzollamt
  • in Ottersdorf in der Wilhelmstraße zwischen Ortseingang (Kita) und Friedrichstraße (Ortsverwaltung)

Nächtliches Tempo 50:

  • in der Karlsruher Straße zwischen Richard-Wagner-Ring und Biblisweg
  • auf der L 77a zwischen Murgbrücke und Amand-Goegg-Straße

Mittelfristige Maßnahmen sind:

  • der Einsatz von Flüsterasphalt,
  • die Verlegung der Murgtalstraße (L 77) 
  • Planfeststellungsverfahren zum Ausbau der Anschlussstelle Rastatt-Nord

Zum Hintergrund:

Im November 2015 hat der Gemeinderat beschlossen, gemäß der EU-Richtlinie 2002/497EG über Umgebungslärm einen Lärmaktionsplan für Rastatt aufstellen zu lassen. Im Mai 2016 wurde daraufhin das Karlsruher Ingenieursbüro Modus Consult beauftragt, Rastatts ersten Lärmaktionsplan aufzustellen. Der Entwurf wurde schließlich am 22. Mai im Gemeinderat vorgestellt. 

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