Bundschuh, Bauernkrieg und Blutbäder – Vortrag in der Historischen Bibliothek am 18. Mai

(11. Mai 2017) Zu einer Reise in das „bewegte 16. Jahrhundert“ lädt im Reformationsjahr die Vortragsreihe der Historischen Bibliothek der Stadt Rastatt ein. Den zweiten Vortrag am Donnerstag, 18. Mai, 19 Uhr, bestreitet der Literaturwissenschaftler, Regionalhistoriker und Publizist Dr. Johannes Werner aus Elchesheim-Illingen. Der Titel des Vortrags lautet „Reformation und Revolution. Der deutsche Bauernkrieg – ein unbekanntes Kapitel deutscher Geschichte“. Der Eintritt zur Veranstaltung im Bibliothekssaal der Historischen Bibliothek im Ludwig-Wilhelm-Gymnasium ist frei.

Dass Martin Luther mit den Folgen der von ihm angestoßenen Veränderungen teils recht hart ins Gericht ging, ist Dr. Werner zufolge eine der im Jubiläumsjahr wenig beleuchteten Seiten des Reformators: So erließ er im Jahre 1525, als die Bauernunruhen ihren Höhepunkt erreichten, ein Sendschreiben mit der Aufforderung, die aufständischen Bauern zu erstechen, zu erschlagen und zu erwürgen; so könne man sich am besten den Himmel verdienen. Die Herren ließen es sich nicht zweimal sagen und richteten ein ungeheures Blutbad an. Dabei hatten sich die Bauern ja gerade auf Luther berufen: Auf seine Schrift „Von der Freiheit eines Christenmenschen“ und auf die Bibel, die ihnen durch seine Übersetzung zugänglich geworden war. Ihr Aufstand war von religiösen Überzeugungen getragen, die insgeheim weiterwirkten: Über die Französische Revolution hinweg bis in unsere Gegenwart hinein. Diese Kontinuitäten stehen im Fokus von Dr. Werners Vortrag.

Weitere Informationen unter 07222 972-8420 oder per E-Mail an historische-bibliothek@rastatt.de. Das weitere Programm der Vortragsreihe und Informationen zur Begleitausstellung sind auf der städtischen Website www.rastatt.de einsehbar.

Bewaffnete Bauern im 16. Jahrhundert. / Bildrechte: Stadt Rastatt
Die aufständischen Bauern schwören auf ihre Fahne mit dem Kruzifix, das auf einem Bundschuh steht. / Bildrechte: Stadt Rastatt

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