Zwei Greifen schmücken das Signet von Michael Furter aus Basel. / Bildrechte: Stadt Rastatt
Die antike Göttin Nemesis ist das Markenzeichen des Straßburgers Wendelin Rihel./ Bildrechte: Stadt Rastatt

Feierabend-Führung in der Historischen Bibliothek am 11. Mai

(8. Mai 2017) „Nach der Arbeit in die Bibliothek“ heißt es wieder am Donnerstag, 11. Mai, um 17.30 Uhr. Unter dem Motto „Historische Bücher aus der Nähe betrachtet“ eröffnet Bibliothekarin Heike Endermann ihren Zuhörern im ehemaligen Refektorium des Ludwig-Wilhelm-Gymnasiums die spannende Welt der Historischen Bibliothek Rastatt. Das Thema am Donnerstag lautet „Der Drucker und sein Logo“. In den Büchern der Historischen Bibliothek haben sich einige Druckerzeichen aus dem 15. und 16. Jahrhundert erhalten. Interessante Exemplare späterer Epochen kommen ebenfalls zur Sprache. Weitere Informationen unter 07222 9728420 oder per E-Mail an heike.endermann@rastatt.de. Die Veranstaltung dauert etwa eine Stunde.

Buchdrucker verwendeten bereits im 15. Jahrhundert aus verschiedenen Gründen sogenannte Druckerzeichen. Zunächst waren dies meist einfache Motive wie Wappen. Die Bilder sollten die inhaltliche und handwerkliche Qualität des gedruckten Buches garantieren. Außerdem hatten sie auch eine Rechtsschutzfunktion und sollten unrechtmäßige Nachdrucke verhindern helfen. Auch weil dies nicht wirklich gelang, entwickelten sie sich in der Folgezeit hin zum schmückenden Beiwerk. Damit begann ein Wettbewerb um die schönsten und aussagekräftigsten Druckermarken, in dem die Drucker auch ihre Bildung demonstrieren wollten. In vielen oberrheinischen Druckbetrieben sind etwa Motive aus der Antike zu beobachten. Die Vielfalt der Bildinhalte wuchs rapide: Dem Leser begegneten Heilige und Fabelwesen, auch die Natur mit Tieren und Pflanzen wurde zur Inspirationsquelle. Manche Drucker teilten ihre Wahlsprüche auf Spruchbändern mit. Aber auch das Druckerhandwerk selbst und sein Produkt, das Buch, wurden zum Motiv. 

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