Zum Tag der Arbeit – Bürgermeister Pfirrmann empfängt Rastatter Betriebs- und Personalräte

(28. April 2017) Gute Tradition bei der Stadt Rastatt ist inzwischen der Empfang der Rastatter Betriebs- und Personalräte anlässlich des Tags der Arbeit am 1. Mai. So hieß Bürgermeister Arne Pfirrmann auch am Dienstagabend, 25. April, rund 50 Gäste im Historischen Rathaus willkommen. Der Einladung gefolgt waren neben Lars-Christian Treusch, seines Zeichens Regionsgeschäftsführer Nordbaden des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Baden Württemberg, auch zahlreiche Gewerkschaftsvertreter sowie Personal- und Betriebsräte. Ein besonderer Gruß galt auch Claudia Peter, erste Bevollmächtigte der IG Metall Gaggenau, und den anwesenden Vertretern der Gemeinderatsfraktionen.

Mit einem Augenzwinkern verwies Bürgermeister Pfirrmann in seiner Begrüßung auf das mit 65 Jahren noch lange nicht erreichte Rentenalter des Betriebsverfassungsgesetzes. Es sei auch weiterhin die Grundlage für das gemeinschaftliche Aushandeln der Interessen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Das Betriebsverfassungsgesetz verbinde Mitwirkung mit Mitverantwortung, erklärte Pfirrmann weiter. „Doch die besten Rechte nützen nichts, wenn keiner für die Arbeitnehmervertretung kandidiert“ bemerkte er und dankte darum allen Engagierten: „Durch ihren nicht immer einfachen Job ermöglichen Sie es, dass die festgeschriebenen Rechte auch zum Ausdruck kommen. Weiterhin viel Erfolg dabei!“

Anschließend gab er das Rednerpult frei für Lars-Christian Treusch, der seinen Vortrag unter das Motto der diesjährigen DGB-Kundgebung zum „höchsten Feiertag der Gewerkschaften“ am 1. Mai stellte –  „Wir sind viele. Wir sind eins!“. Treusch nutzte die Gelegenheit, im Jahr der Bundestagswahl auf die Forderungen des DGB einzugehen: Anhand mehrerer Rechenbeispiele warb er für eine Stärkung der gesetzlichen Rente. „Wenn das Versprechen, für das die Rente einmal stand, nicht mehr gilt, gefährdet das den sozialen Frieden im Land“, warnte der DGB-Funktionär. Treusch sprach sich zudem gegen prekäre und „atypische“ Beschäftigungsverhältnisse aus und präsentierte seine Vision von „guter“ Arbeit. „Andere Zeiten in der Gesellschaft erfordern auch andere Arbeitszeiten“ mahnte er an. „Wenn Arbeitgeber zunehmende Flexibilität verlangen, müssen sie auch flexible Arbeitszeitmodelle bieten.“ Eine Milliarde unbezahlte Überstunden jährlich in Deutschland markierten einen unhaltbaren Zustand – das Schlagwort dazu sei mehr „Arbeitszeitsouveränität“. Auch die Politik wurde in die Pflicht genommen: Gegen gesellschaftliche Spannungen in Folge der Flüchtlingskrise helfe nur eine Politik der Gleichheit. „Uns geht es gut genug, aber ungleich gut! Das ist keine Frage der Menge, sondern eine Frage der Verteilung!“ schloss Treusch und forderte Respekt und Solidarität für alle Menschen in Deutschland. Bestens demonstrieren könne man diese unter anderem bei der Rastatter Hockete am Samstag, 6. Mai, im New Britain Park. „Gehen Sie wählen!“ rief er dem Publikum zum Abschied zu. Bürgermeister Pfirrmann dankte mit einem „nicht politisch gemeinten“ Rastatt-Handtuch in den badischen Farben und einer Rastatt-Tasse für „schwarz Gebranntes“.

Das Motto „Wir sind viele. Wir sind eins!“ stehe nicht nur für Solidarität, es betone auch die Kraft der Vielfalt, erklärte Lars-Christian Treusch zum DGB-Motto für den 1. Mai. / Foto: Stadt Rastatt

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