„Das bewegte 16. Jahrhundert und seine Folgen“: Start der Vortragsreihe in der Historischen Bibliothek am 20. April

(11. April 2017) Die Veranstaltungen in der Historischen Bibliothek stehen in diesem Jahr ganz im Zeichen des 16. Jahrhunderts und damit einer in vielen Bereichen bewegten Zeit, die zugleich auch den Beginn der frühen Neuzeit markiert. Unter dem Titel „Das bewegte 16. Jahrhundert in Baden und der Pfalz“ eröffnet Prof. Dr. Hiram Kümper am Donnerstag, 20. April, um 19 Uhr im Bibliothekssaal der Historischen Bibliothek eine Vortragsreihe, die verschiedene Aspekte dieses unruhigen Zeitalters beleuchten will. 

Einen Schwerpunkt setzt der Vortrag des in Rastatt inzwischen gut bekannten Mannheimer Historikers und Professors für Geschichte des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit bei den Umwälzungen, die sich durch die weitere Ausbreitung der Reformationsbewegung im 16. Jahrhundert hier in der Region ergeben haben. Als im April und Juni 1556 Kurfürst Ottheinrich von der Pfalz und Markgraf Karl II. von Baden durch neu erlassene Kirchenordnungen die Reformation in ihren Territorien offiziell einführten, war das nicht erst der Anfang, sondern der Höhepunkt eines Prozesses, der schon länger im deutschen Südwesten und auch den Ländern der beiden brodelte. Und dieses Brodeln machte sich nicht nur in kirchenpolitischen Fragen bemerkbar, sondern reichte weit darüber hinaus. Diese spannenden Veränderungen werden im Vortrag lebendig. Dabei geht es um den Weg reformatorischer Bewegungen hin zur Einrichtung einer Landeskirche, aber auch um die Einbindung von Baden und der Kurpfalz in die Konflikte zwischen Religion und Reichspolitik jenseits der Landesgrenzen.

Der Pfälzer Kurfürst Friedrich II., der Weise, führte die Reformation in der Kurpfalz ein.
Jakob III. von Baden-Hochberg kehrte als erster Reichsfürst wieder zur katholischen Religion zurück.
Karl II. Markgraf von Baden in einer zeitgenössischen Darstellung.
Die neue Kirchenordnung für Baden aus dem Jahr 1556.

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