Am 9. März: Auf den Spuren der jüdischen Gemeinde Rastatts durch das Dörfel

(28. Februar 2017) Von 5. bis 12. März ist deutschlandweit die Woche der Brüderlichkeit, ausgerichtet von den Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Sie hat den jüdisch-christlichen Dialog, die Zusammenarbeit zwischen Christen und Juden sowie die Aufarbeitung des Holocaust zum Ziel. Aus diesem Anlass lädt Stadtarchivar Oliver Fieg Interessierte ein zu einer Führung durch das Dörfel auf den Spuren der jüdischen Gemeinde Rastatts am Donnerstag, 9. März. Treffpunkt ist um 16 Uhr am Rohrer Steg auf der Dörfler Seite. Die Führung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. 

Rastatt besaß zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine blühende, voll integrierte jüdische Gemeinde. Als sichtbare Denkmale haben sich in Rastatt das Kantorenhaus, der jüdische Friedhof und auch zahlreiche Wohnhäuser erhalten, die ehemals in jüdischem Besitz waren. Im Dörfel gab es einige jüdische Gewerbetreibende und Handwerker deren Wirkungsstätten noch heute von ihrem einstigen Wirken künden. Vor den jeweiligen Gebäuden werden Interessierte einiges über deren frühere Besitzer und deren Schicksale erfahren. Im Mittelpunkt dieser Führung stehen einzelne Familienbiografien, wie die des Zigarrenhändlers Josef Julius Mayer und des Kaufmanns Leopold Nachmanns, der 1905 in der heutigen Bleichstraße ein sehr schönes Jugendstilgebäude als Geschäfts- und Wohnhaus von Heinrich Degler & Söhne erbauen ließ.

Weitere Informationen gibt gerne das Stadtarchiv unter Telefon 07222 972-2150.

Annonce der Zigarrenhandlung Mayer (Stadtarchiv Rastatt)
Josef Julius Mayer als Mitglied des Roten Kreuzes, um 1910 (Stadtarchiv Rastatt)

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Pressestelle Stadt Rastatt

Telefon: 07222 972-1300
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