Trickreicher Frühjahrsblüher: Gelbes Windröschen ist Pflanze des Monats März 2017

(27. Februar 2017) Zur Pflanze des März 2017 hat die Umweltstiftung Rastatt das Gelbe Windröschen (Anemone ranunculoides) gewählt. Es ist nahe verwandt mit dem Buschwindröschen. Beide Arten kommen in Rastatt und Umgebung oft gemeinsam vor. Wenn im März die ersten wärmenden Sonnenstrahlen auf den Waldboden fallen, eröffnen sie mit Blaustern und Scharbockskraut den Blütenreigen.  

Das Gelbe Windröschen wächst besonders in feuchten Laubwäldern, in Gebüschen und Auewäldern. Dabei bevorzugt es feuchten, lockeren und kalkhaltigen Lehmboden. Es ist viel seltener zu finden als das Buschwindröschen. Das Gelbe Windröschen ist mehrjährig. Es überdauert den Winter, indem es alle lebenswichtigen Stoffe in seinem Wurzelstock über den Winter speichert und diese im Frühjahr zum neuen Austreiben nutzt. 

Wichtigstes Unterscheidungsmerkmal zwischen Buschwindröschen und Gelbem Windröschen sind die Blüten. Die Blütenblätter sind beim Gelben Windröschen gelb,  beim Buschwindröschen weiß, manchmal auch rötlich angelaufen. Ohne ihre Blüten sind die beiden Arten aber auch für Experten nur schwer auseinanderzuhalten. 

Die Pollen des kleinen Frühblühers dienen Insekten als Nahrungsquelle, so zum Beispiel der Gehörnten Mauerbiene. Die gehört zu den wenigen Wildbienenarten, die schon im März ausfliegen. 

Das Gelbe Windröschen ist ein äußerst trickreicher Frühjahrsblüher. Um ihre Samen zu verbreiten, hat die Pflanze eine besondere Belohnung für Ameisen entwickelt. Ihre Samen besitzen ein nährstoff- und fettreiches Anhängsel, mit dem Ameisen angelockt werden. Die Ameisen sammeln die Samen mit den Anhängseln ein und tragen sie in ihre Nester. Die nach dem Verzehr der Anhängsel übrig bleibenden Samen schleppen die Ameisen dann wieder aus den Nestern, sodass sie im lockeren Substrat rings um die Nester zur Keimung kommen. Die Ameisen tragen so maßgeblich zur Verbreitung der Pflanze bei. 

Das frische Kraut des Gelben Windröschens schmeckt brennend scharf und ist leicht giftig. Beim Trocknen wird das Gift jedoch abgebaut. Auch bei Hautkontakt mit dem giftigen Saft der Pflanze kann es zu Hautreaktionen kommen.

Die gelben Blütenblätter sind charakteristisch für das Gelbe Windröschen / Foto: Stadt Rastatt.

Folgen Sie uns auf:


Kontakt:

Pressestelle Stadt Rastatt

Telefon: 07222 972-1300
oder -1301

E-Mail: pressestelle@rastatt.de