Susanne Neiss und Sammlung Rastatt - Fotografien

2. Februar – 28. Mai 2017

In Kooperation mit der Herbert-Weisenburger-Stiftung präsentiert die Ausstellung eine Auswahl aus dem umfangreichen Werk der aus Worms stammenden, in Mannheim lebenden Fotokünstlerin, die in ihren Arbeiten die konventionellen Erwartungen an das Medium „Fotografie“ bewusst unterläuft. Ihre Farbaufnahmen zeigen periphere Situationen aus unterschiedlichen Betrachterpositionen, teils unscharf oder aus großer Ferne, etwa durch eine Fensterscheibe gesehen. 

Susanne Neiss, aus der Serie „somewhere“:  ohne Titel, 2009, Farbfotografie auf Aludibond, 127,5 x 85 cm

Ferner sorgt der gewählte Bildausschnitt dafür, dass sich der Eindruck des Abstrakten einstellt und die fotographischen Aufnahmen mitunter den Charakter reiner Farbmalerei annehmen. Dabei wirken die Bilder lichtdurchflutet und transparent, dann wieder dämmrig in Regen gehüllt oder bannen aus großer Nähe ein Ensemble edler Farben, dessen Gegenständlichkeit im Unklaren bleibt, aber selbst eine faszinierende Präsenz besitzt.

Susanne Neiss, aus der Serie „Spielende“: ohne Titel, 2009, Diasec, 30 x 45 cm

Susanne Neiss entwickelt ihre Fotografien in Serien, die ein Themenfeld assoziativ berühren und diesem doch nichts von seiner subjektiven Erfahrbarkeit und seinem Reichtum nehmen. Jedes Bild ist für sich ein eigenes visuelles, ästhetisches Erlebnis. Es übereignet seine Bedeutung unserer emotionalen Gestimmtheit in Verbindung mit der intuitiven Kombinatorik.

Die ausgestellten Arbeiten von Susanne Neiss, die überwiegend im Erdgeschoss der Galerie zu sehen sind, werden im Obergeschoss inszenatorisch ergänzt mit Fotokunst aus dem Bestand der Sammlung Rastatt, darunter von so namhaften Fotografen wie Roland Fischer, Robert Häusser, Thomas Ruff, Martin Zeller und Ralf Cohen sowie Fotoarbeiten von Hetum Gruber und Foto-Malerei-Kombinationen von Sandra Eades und Johanna Helbling Felix. 

Roland Fischer, Los Angeles-Portrait, 1990, C-Print Diasec, 141 x 162 cm

Parallel zur Ausstellung sind im „Kabinett Westermann“ die Objektboxen internationaler Fotografinnen und Fotografen aus der Sammlung Westermann zu sehen. Ferner kann die Dauerpräsentation im „Kabinett Kiefer“ im Erdgeschoss besucht werden. 

Die Öffnungszeiten der Galerie sind Donnerstag bis Samstag, 12 bis 17 Uhr, sowie an Sonn- und Feiertagen 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt beträgt drei Euro, ermäßigt einen Euro.

Jeden 1. und 3. Freitag im Monat finden jeweils um 15.30 Uhr außer an Feiertagen öffentliche Führungen durch die Ausstellung statt. Ebenfalls außer an Feiertagen werden Besucher jeden Donnerstag von 12.30 bis 12.45 Uhr in der „Kunstpause“ speziell in ein Exponat der Ausstellung eingeführt. Jeden 4. Freitag im Monat um 15.30 Uhr findet zudem eine öffentliche Führung durch das „Kabinett Kiefer“ statt.

Sonderführungen sowie ein spezielles Kunstvermittlungsprogramm für Kinder und Jugendliche können unter Telefon 07222 972-8410 oder 0177 189 1886 gebucht beziehungsweise nachgefragt werden.

Im kunstblog-Mannheim ist ein Interview mit Susanne Neiss zu ihrer Ausstellung in der Fruchthalle und zu ihren Arbeiten generell erschienen und kann hier aufgerufen werden.

Kontakt

Städtische Galerie Fruchthalle Rastatt
Kaiserstraße 48
76437 Rastatt

Galerieleitung
Peter Hank, M.A.

Tel. 07222 972-8410
Fax 07222 972-7009
Mobil: 0177 1891886
E-Mail: peter.hank@rastatt.de

Infothek
, Tel. 07222 972-8411

Öffnungszeiten

Donnerstag bis Samstag
12-17 Uhr
Sonntag und an Feiertagen
11-17 Uhr

Gruppenführungen nach Vereinbarung

Kunstdidaktisches Programm auf Anfrage

Terminvereinbarung unter
07222 972-8410
(Mi - Fr 10-17 Uhr)