„KUNSTLICHT + UTOPOLIS  –  Susanne Zetzmann“

21. 1  –  17. 4. 2016

Die Frühjahrsausstellung 2016 der Städtischen Galerie Fruchthalle zeigt in einer umfassenden Ausstellung das Werk von Susanne Zetzmann. Die in Bremen geborene und seit über 15 Jahren in Baden-Baden ansässige Künstlerin, die in den 1970er-Jahren an der Kunstakademie Stuttgart Textildesign studiert hat, bietet in der retrospektiv angelegten Schau Einblick in ihr vielfältiges Schaffen. In über 40 Jahren freischaffender Tätigkeit hat sie mehrfach ihren „Stil“ gewechselt und auf experimentelle Weise ihre künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten verändert und erweitert. Das Spektrum reicht von gestischer Farbigkeit, in deren Abstraktion zugleich figürliche und narrative Elemente enthalten sind, über eine Phase, in der sie monochrom und konstruktiv arbeitete, bis hin zu skulpturalen Objekten, die teilweise Assemblage- und Installations-Charakter annehmen. 

Susanne Zetzmann, KUNSTLICHT, 2009-2015, Glühbirnen, bemalt, Foto: S. Zetzmann.

In ihren jüngsten Arbeiten widmet sie sich in jeweils eigenen Werkreihen der Glühbirne und dem Innenleben von Verpackungsmaterial. Indem sie deren Gebrauchswert künstlerisch entzweckt, verwandelt sie die zeughafte Massenware in werktreue Unikate, die in der ästhetischen Transformation ein einzigartiges Eigenleben entfalten. So bieten die als ausrangiert geltenden und bemalten  Glühbirnen auf ihren evakuierten Glasblasen schon im unbeleuchteten Zustand wahre Zauberwelten dar, die in der stets einmalig aufgetragenen Ornamentik ebenso präzise wie preziosenhafte Oberflächen von großer Feinheit offenbaren. Erleuchtet entwickeln die bemalten Glühbirnen gestisch ausgreifende Farbraumklänge, die an ein Alpenglühen oder an das Nordlicht erinnern. 

Blick in die Lichtinstallation DUNKELKAMMER im Obergeschoss der Ausstellung, Foto: Rainer Wollenschneider.

Was die konvexen Formen der bemalten Glühbirnen an Farbigkeit zeigen und hervorrufen, erzielen die ausgegipsten Sturzformen konkaver Hohlräume von Blisterpackungen mit ihren monochrom weißen Strukturen, die moderner Architektur im Bauhaus-Stil ähnlich sehen. Zum Massenmodell einer Planstadt assembliert, verwandeln sich die Wegwerf-Verpackungen in eine Ansicht von „Utopolis“, dem der Grundriss der barocken Planstadt Rastatt eingeschrieben ist.

Blick auf UTOPOLIS im Obergeschoss der Ausstellung, Foto: Stadt Rastatt.

Zur Ausstellung ist ein anschaulicher Katalog mit Installationsaufnahmen beim Info-Verlag / Lindemanns Bibliothek aufgelegt, die sich auch in der Ausstellung wiederfinden.  

Die Schau kann bis 17. April zu den üblichen Öffnungszeiten der Städtischen Galerie besucht werden: Donnerstag bis Samstag, 12 bis 17 Uhr, sowie an Sonn- und Feiertagen 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt beträgt drei Euro, ermäßigt einen Euro. 

Jeden 1. und 3. Freitag im Monat finden jeweils um 15.30 Uhr außer an Feiertagen öffentliche Führungen durch die Ausstellung statt. Ebenfalls außer an Feiertagen werden Besucher jeden Donnerstag von 12.30 bis 12.45 Uhr in der „Kunstpause“  speziell in ein Exponat der Ausstellung eingeführt. 

Parallel zur Ausstellung kann die Dauerpräsentation im „Kabinett Kiefer“ im Erdgeschoss und die zurzeit laufende Präsentation internationaler Konstruktivisten im „Kabinett Westermann“ im Obergeschoss besichtigt werden.

Kontakt

Städtische Galerie Fruchthalle Rastatt
Kaiserstraße 48
76437 Rastatt

Galerieleitung
Peter Hank, M.A.

Tel. 07222 972-8410
Fax 07222 972-7009
Mobil: 0177 1891886
E-Mail: peter.hank@rastatt.de

Infothek
, Tel. 07222 972-8411

Öffnungszeiten

Donnerstag bis Samstag
12-17 Uhr
Sonntag und an Feiertagen
11-17 Uhr

Gruppenführungen nach Vereinbarung

Kunstdidaktisches Programm auf Anfrage

Terminvereinbarung unter
07222 972-8410
(Mi - Fr 10-17 Uhr)