„Manfred Garstka und Sammlung Rastatt“

14.5.2015-13.9.2015

In Kooperation mit der Herbert-Weisenburger-Stiftung zeigt die Städtische Galerie Fruchthalle in ihrer Sommerpräsentation und im Konnex mit Werken aus der Sammlung Rastatt eine retrospektive Auswahl des malerischen Werks des aus Ostpreußen stammenden und heute im Odenwald lebenden Künstlers Manfred Garstka.  Die Schau bietet einen exemplarischen Blick auf die Werkgenese des Künstlers und spannt einen Bogen von seinen Arbeiten der 1950er Jahre bis in das aktuelle Schaffen. 


Es zeigt sich, dass sich Manfred Garstka in den einzelnen Werkphasen an die jeweilige Zeitströmung wie etwa die Pop-Art und die Neue Figuration sowie an herausragende Einzelkünstler wie beispielsweise Francis Bacon, Matta oder Hans Bellmer anlehnt, doch behält er dabei stets seinen ganz eigenen Duktus. Der Werküberblick macht außerdem deutlich, dass seine Formensprache, die ihre rein abstrakten Imaginationen durchgängig mit körperhaften, surrealen Versatzstücken durchsetzt, im Laufe ihrer Entwicklung an Expressivität und bildimmanenter Dynamik zugenommen hat. Die Figurinen bzw. Figurinenteile in ihrer Einbettung in virtuelle Räume und Landschaften werden zwar zunehmend uneindeutiger, zugleich aber auch dichter in ihrer bildlichen Durchdringung und filigraner im Reichtum des Details. Auch scheint die Szenerie mehr und mehr Innenwelten aufzudecken, an denen der Betrachter insofern verstärkt partizipieren kann, als sie ihm die Möglichkeit eröffnen, eigene Assoziationsketten und Deutungsmuster zu bilden und in die Bilder „hineinzulesen“.  In allen Entwicklungsphasen besticht Garstkas Malerei vor allem durch ein immenses zeichnerisches Potential, das durch die subtile Linienführung in den Körperkonturen das Dargestellte in Bewegung bringt und lebendig werden lässt.

MANFRED GASRTKA UND SAMMLUNG RASTATT

Als Kontrastprogramm sind den 29 Arbeiten Manfred Garstkas in ihrer hoch verdichteten Transformation 29 Arbeiten aus der Sammlung Rastatt in einer sehr offenen und luftigen Präsentation gegenübergestellt. Ausgewählt wurden Werke aus dem Bestand der Fruchthalle, die entweder in einem ähnlichen Zusammenhang zur Neuen Figuration stehen oder eine ebenso transformative Bildthematik besitzen.

SAMMLUNG RASTATT IM ERDGESCHOSS DER GALERIE

Zu sehen ist Malerei von Margit Abele, Oliver Belling, Albrecht von Hancke, Klaus Jürgen-Fischer, Susi Juvan, Otto Mindhoff, Gerhard Neumaier, Wolf Pehlke und Armin Stähle sowie Objekte bzw. Skulpturen von Eberhard Eckerle, O. H. Hajek, Alfonso Hüppi, Horst Egon Kalinowski, Kurt Lehmann, Michael Sandle und Jürgen Zimmermann. Außerdem Papierarbeiten von Eberhard Eckerle, Horst Egon Kalinowski, Herbert Kitzel, Carl-Heinz Kliemann und Michael Sandle. 

SAMMLUNG RASTATT MIT KLEINPALSTIKEN VON EBERHARD ECKERLE UND MICHAEL SANDLE

Zum Werk und zur Ausstellung von Manfred Garstka gibt es einen umfangreichen Katalog mit Textbeiträgen von Thomas Hirsch, Dietrich Klatt und Jacques Outin. 

Begleitprogramm zur Ausstellung:

26. Juli 2015, 15 Uhr: VINCENT VAN GOGH ZUM 125. TODESTAG – Lesung aus seinen Briefen an den Bruder Theo van Gogh

13. Sept. 2015, 11 Uhr: ZUR GESELLSCHAFTLICHEN RELEVANZ VON KUNST, Vortrag von Peter Hank zum Tag des offenen Denkmals

Jeden 1. und 3. Freitag im Monat (außer an Feiertagen), jeweils 15:30 Uhr öffentliche Führungen

Jeden Donnerstag (außer an Feiertagen) 12:30-12:45 Uhr KUNSTPAUSE – Einführung in ein einzelnes Werk der Ausstellung

Kontakt

Städtische Galerie Fruchthalle Rastatt
Kaiserstraße 48
76437 Rastatt

Galerieleitung
Peter Hank, M.A.

Tel. 07222 972-8410
Fax 07222 972-7009
Mobil: 0177 1891886
E-Mail: peter.hank@rastatt.de

Infothek
, Tel. 07222 972-8411

Öffnungszeiten

Donnerstag bis Samstag
12-17 Uhr
Sonntag und an Feiertagen
11-17 Uhr

Gruppenführungen nach Vereinbarung

Kunstdidaktisches Programm auf Anfrage

Terminvereinbarung unter
07222 972-8410
(Mi - Fr 10-17 Uhr)