Fit in Farbe – Ben Hübsch. Bilder 2004-2014


16. 10. 2014 -  25.01. 2015

Unter dem Motto FIT IN FARBE sind chromatische Abstraktionen aus den zurückliegenden zehn Jahren des Freiburger Malers Ben Hübsch zu sehen. Mit 56 Arbeiten präsentiert der Künstler, direkter Nachfahre des Karlsruher Architekten Heinrich Hübsch, Meisterschüler von Prof. Peter Dreher an der Kunstakademie Karlsruhe und Professor für Bildende Kunst an der Hochschule für Bildende Kunst, Design und populäre Musik in Freiburg, eine Auswahl virtuoser Farbklänge, die in ihrer immanenten Bewegtheit und energetischen Fassung mit tonalen Kompositionen der Musik vergleichbar sind.

Auf den ersten Blick könnte Ben Hübschs Malerei in ihrer formal konstruktiven und abstrakten Sprache der konkreten Malerei und dem  HARD EDGE zugehören. Genauer besehen enthält sie jedoch komplexe Strukturen, die ihn eher in Verwandtschaft bringen zur Baden-Badener SYN-Gruppe der 1960er Jahre um Bernd Berner, Klaus Jürgen-Fischer und Rolf-Gunter Dienst, die eine Verknüpfung unterschiedlicher Ausdrucksformen gegenstandsfreier Imagination anstrebte. Darüber hinaus enthalten Hübschs Arbeiten völlig neuartige Tendenzen, die eine ganz eigene Synthese konträrer Stilrichtungen sichtbar werden lassen. In formaler Hinsicht versteht er es, in der Entfaltung seiner Bildgrammatik eine Verbindung gestischer und konstruktiver Elemente zu erzeugen und vereint auf einzigartige Weise ornamentale und energetische  Motive.  Indem er mit Farbverläufen und Trockenlasuren kontrastreiche Modulationen der induzierten Farbwerte hervorruft, entstehen vielschichtige Bildebenen mit sich überlagernden, changierenden Raumtiefen, die einen Vergleich mit der Polyphonie musikalischer Fugen zulassen. Damit offeriert er in seinen Bildflächen dem Betrachter eine bewegte Erlebniswelt und regt zu empathischen Assoziationen an. Das graphisch Zeichenhafte und geometrisch Formalisierte der sich durchkreuzenden und untereinander verwobenen Farbbänder verwandelt sich dabei auf hintergründige Weise in quasi-naturalistische Szenarien. Das Bild wird zur lebendigen Sequenz, in denen gegenläufige Abläufe und Frequenzen sichtbar werden, die aber stets miteinander korrespondieren und entsprechende Spannungsmuster und Induktionswirkungen erzeugen, mitunter komisch oder erotisch, manchmal auch dramatisch, stets aber mit unterlegten Alltagsbezügen. Ben Hübsch gehört damit zu denjenigen Vertretern der Bildenden Kunst, die nicht nur auf das schon oft totgesagte Tafelbild setzen, sondern den nachhaltigen Beweis antreten, dass im unbewegten Bild mehr passieren kann als in den bewegten Bildern heutiger Medienwelt.

Mit Ausnahme der Feiertage finden jeden 1. und 3. Freitag im Monat um jeweils 15.30 Uhr einstündige, öffentliche Führungen statt und jeden Donnerstag von 12:30 bis 12:45 Uhr in der sogenannten „Kunstpause“ die Vorstellung eines der ausgestellten Exponate. Darüber hinaus können Sonderführungen für Gruppen gebucht werden mit Voranmeldung unter Tel. 07222/972-8410.

Finissage:
25. Januar 2015, 15 Uhr
Ben Hübsch führt im Dialog mit Galerieleiter Peter Hank durch die Ausstellung

Kontakt

Städtische Galerie Fruchthalle Rastatt
Kaiserstraße 48
76437 Rastatt

Galerieleitung
Peter Hank, M.A.

Tel. 07222 972-8410
Fax 07222 972-7009
Mobil: 0177 1891886
E-Mail: peter.hank@rastatt.de

Infothek
, Tel. 07222 972-8411

Öffnungszeiten

Donnerstag bis Samstag
12-17 Uhr
Sonntag und an Feiertagen
11-17 Uhr

Gruppenführungen nach Vereinbarung

Kunstdidaktisches Programm auf Anfrage

Terminvereinbarung unter
07222 972-8410
(Mi - Fr 10-17 Uhr)