Stadtmuseum Rastatt

Kabinettausstellung „Steh’ ich in finst’rer Mitternacht“ – Bildpostkarten aus dem Ersten Weltkrieg


Zum einhundertsten Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges zeigt das Stadtmuseum Rastatt vom 28. September 2014 bis zum 1. Februar 2015 die Sonderausstellung „Steh’ ich in finst’rer Mitternacht“ – Bildpostkarten aus dem Ersten Weltkrieg.

Milliardenfach verschickt, waren Bildpostkarten im Ersten Weltkrieg auf lange Zeit ein wichtiges Bindeglied zwischen den Soldaten an der Front und ihren Angehörigen in der Heimat. Für Familie und Freunde waren die oftmals bunten Karten mit ihren kurz gefassten Grußworten ein wichtiges Lebenszeichen der Soldaten, dessen Ausbleiben besorgniserregend war.
Den Kartenschreiber stand ein breites Angebot an Bildpostkarten zur Verfügung, aus dem für jeden Anlass und jeden Empfänger die passende Karte ausgewählt werden konnte. Die dargestellten Motive reichen von Zeichnungen und Fotografien vom Kriegsschauplatz über naive Liebespostkarten und patriotische Festtagsgrüße bis hin zu Porträtaufnahmen einzelner Soldaten. Bei der Mehrzahl der Bildpostkarten handelt es sich um industriell produzierte Massenware. Es finden sich jedoch auch einzelne Serien, beispielsweise mit Jugendstilmotiven, die sich durch eine hohe künstlerische Qualität auszeichnen.

In ihrer Masse, aber auch einzeln stellen die Bildpostkarten bedeutsame Zeugnisse aus den Kriegsjahren dar. So eröffnet dieses privat genutzte Kommunikationsmittel dem Betrachter einen ungewohnt persönlichen Zugang zum Ersten Weltkrieg und dessen Auswirkungen. Dank ihrer Eigenschaft als Objekte zeitgenössischer Sammelbegeisterung fanden zahlreiche Karten aus den Kriegsjahren ihren Platz in privaten Postkartenalben und haben sich so auch außerhalb öffentlicher Archive für die Nachwelt erhalten.

Die Ausstellung im Stadtmuseum Rastatt führt in die Geschichte des Mediums Postkarte ein und thematisiert die Bedeutung der Feldpost im Ersten Weltkrieg. Die große thematische und gestalterische Vielfalt der Bildpostkarten aus dem Ersten Weltkrieg wird anhand ausgewählter Exponate deutlich, die zugleich den damals im Deutschen Kaiserreich vorherrschenden Zeitgeist widerspiegeln. Die gezeigten Stücke stammen vorwiegend aus Beständen des Stadtarchivs Rastatt, des Wehrgeschichtlichen Museums Rastatt und des Kreisarchivs Rastatt sowie von privaten Leihgebern.

Mit der Sonderausstellung „Steh’ ich in finst’rer Mitternacht“ – Bildpostkarten aus dem Ersten Weltkrieg beteiligt sich das Stadtmuseum Rastatt an dem länderübergreifenden Kooperationsprojekt Netzwerk Museen. In diesem gemeinsamen Rahmen präsentieren über 30 oberrheinische Museen in Deutschland, Frankreich und der Schweiz aufeinender aufeinander abgestimmte Ausstellungen zum Ersten Weltkrieg. Der Besuch fast aller Ausstellungen ist mit dem MUSEUMS-PASS-MUSÈES kostenlos.

Als Begleitpublikation zur Ausstellung im Stadtmuseum Rastatt ist unter dem Titel "Steh' ich in finst'rer Mitternacht" - Bildpostkarten aus dem Ersten Weltkrieg das dritte Heft der Reihe Beiträge zur Stadtgeschichte erschienen, das im Stadtmuseum erworben werden kann.

Öffentliche Führungen

  • Donnerstag, 13. Nobember 2014; 15:30 Uhr
  • Donnerstag, 11. Dezember 2014; 15:30 Uhr
  • Sonntag, 25. Januar 2015; 11:00 Uhr

Begleitprogramm

  • Mittwoch, 22. Oktober 2014; 19:00 Uhr
    Bibliothekssaal der Historischen Bibliothek Rastatt
    Dr. Christoph Kunz: 1914. Vom Wahnsinn des Krieges zum Non-Sense der Kunst - Hugo Ball und der Dadaismus
  • Mittwoch, 26. November 2014; 19:00 Uhr
    Restaurant Storchennest
    Michael Feik: Die Garnison Rastatt im Ersten Weltkrieg
  • Mittwoch, 21. Januar 2015; 19:00 Uhr
    Bibliothekssaal der Historischen Bibliothek Rastatt
    Claudia Glass & Julia Nothelfer (Spielzeugmuseum Riehen): Zinnsoldat & Steckenpferd. Krieg und Spiel im Kinderzimmer

Pour notre visiteurs français:
« Ainsi je me tiens au milieu de la nuit » - cartes postales illustrées de la Première Guerre mondiale


Imprimées et envoyées par milliards, les cartes postales illustrées, en plus des lettres, on été la plupart du temps et pendant longtemps le seul lien entre des soldats qui combattaient au front et leurs proches.

La diversité thématique et créative de ces cartes, qui constituent dans leur ensemble mais aussi individuellement un témoignage visuel primordial de la Première Guerre mondiale, est mise en valeur dans cette exposition.

Via son exposition, le musée de la ville de Rastatt participe au projet de coopération transfrontalière du Réseau des Musées. Dans ce cadre commun, plus de 30 musées allemands, français et suisses de la région du Rhin Supérieur présentent des expositions coordonnées entre elles sur le thème de la Première Guerre mondiale.


Kontakt

Stadtmuseum Rastatt
Im Vogelschen Haus
Herrenstraße 11
76437 Rastatt
Telefon 07222 / 972-8400
E-Mail: museen@rastatt.de

Öffnungszeiten

Donnerstag bis Samstag
12-17 Uhr
Sonntag und an Feiertagen
11-17 Uhr

Gruppenführungen nach Vereinbarung

Erwachsene 3 Euro, ermäßigt 1 Euro
Freier Eintritt mit Museumspass

Mitglied im Verein Museums-Pass-Musées www.museumspass.com