Museen und Ausstellungen in Rastatt


Zwei der schönsten, noch original erhaltenen Barockschlösser am Oberrhein, die Schlosskirche, die Pagodenburg und viele prächtige Bauwerke in der Innenstadt zeugen von Rastatts glanzvoller Zeit als Barockresidenz. Acht Museen bereichern die Barockstadt Rastatt und zeichnen ein lebendiges Bild von Geschichte und Kultur der ehemaligen markgräflichen Residenz.

Und das Beste daran: Sechs der acht Museen und 23 der schönsten und wichtigsten Sehenswürdigkeiten lassen sich ganz bequem und barrierefrei in wenigen Minuten zu Fuß erreichen – bei einem Stadtrundgang entlang der Historischen Route durch Rastatts Innenstadt. 

  • Residenzschloss Rastatt und Schlosskirche

    Das Residenzschloss Rastatt, das Schloss des „Türkenlouis“, ist die früheste Barockresidenz am Oberrhein. Beim Bau des dreiflügeligen Schlosses und bei der Anlage des Gartens sowie der Residenzstadt orientierten sich Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden-Baden und Markgräfin Sibylla Augusta an Schloss Versailles ebenso wie an Adelspalästen in Wien. Das Barockschloss gehört zu den wenigen Residenzschlössern, die auch den Zweiten Weltkrieg unbeschadet überstanden haben.

    Die Schlosskirche Rastatt, Kirche zum Heiligen Kreuz, wurde im Rastatter Residenzschloss im Auftrag von Sibylla Augusta errichtet. Außergewöhnlich ist die Inneneinrichtigung im Rokoko-Stil. die vor wenigen Jahren aufwendig restauriert wurde.

  • Schloss Favorite

    Schloss Favorite in Rastatt-Förch ist das älteste deutsche „Porzellanschloss“ mit einer prachtvollen englischen Gartenanlage. Markgräfin Sibylla Augusta von Baden-Baden zeigte hier ihre berühmten Porzellan-, Glas- und Fayencesammlungen. Prächtige Räume und kostbare Sammlerstücke vermitteln einen lebhaften Eindruck von der fürstlichen Wohnkultur und der Asienbegeisterung im frühen 18. Jahrhundert und machen das Schloss zu einem Gesamtkunstwerk von europäischem Rang.

  • Stadtgeschichte kompakt: Stadtmuseum, Kantorenhaus, Schlackenwerth-Raum & Stadtarchiv

    Die über 300-jährige Stadtgeschichte Rastatts mit ihren bedeutenden historischen Ereignissen präsentiert das Stadtmuseum Rastatt in einem barocken Stadtpalais gegenüber dem Residenzschloss.

    Das Kantorenhaus im Leopoldring war einst Wohnhaus des Lehrers und Kantors der jüdischen Gemeinde in Rastatt. Heute ist es Heimat der städtischen Gemeinwesenarbeit Rastatt-West sowie eines Dokumentationsraumes, der Interessierten einen Einblick in das jüdische Leben seit 1900 in Rastatt gibt. Das Kantorenhaus ist organisatorisch dem Stadtmuseum zugeordnet.

    Der Schlackenwerth-Raum im Rossi-Haus widmet sich der jahrhundertealten, gemeinsamen Geschichte, die das badische Rastatt und das tschechische Ostrov miteinander verbindet. Der Schlackenwerth-Raum wird vom Stadtmuseum betreut.

    Als "Gedächtnis der Stadt" hütet das Stadtarchiv die schriftliche Überlieferung zur Geschichte der Stadt Rastatt und bewahrt alle stadtgeschichtlich wichtigen Unterlagen auf. Es ist zentrale Anlaufstelle für alle Fragen zur Rastatter Stadtgeschichte und bietet seine historischen Bestände allen Bürgern zur Nutzung an. 

  • Riedmuseum

    Das Riedmuseum im Rastatter Ortsteil Ottersdorf besteht aus einem für das Ried typischen Bauernhaus aus
    der Mitte des 18. Jahrhunderts und vermittelt einen Eindruck der Lebens- und Arbeitswelt der bäuerlichen Bevölkerung. Thematisiert wird auch die Rheinkorrektur unter Johann Gottfried Tulla. Das Museumsschiff „Heini“, das in einem Altrheinarm bei Wintersdorf liegt, gehört auch zum Riedmuseum.

  • Städtische Galerie Fruchthalle

    Zeitgenössische Kunst wird in der Städtischen Galerie Fruchthalle gezeigt. Sammel- und Ausstellungsschwerpunkt des Hauses ist die Kunst in Baden nach 1945. 

  • Historische Bibliothek

    Die Historische Bibliothek der Stadt Rastatt befindet sich im Ludwig-Wilhelm-Gymnasium und zählt als ehemalige Schulbibliothek zu den fünf bedeutendsten Sammlungen ihrer Art in Deutschland. Ihre Bestände umfassen unter anderem Handschriften und Handschriftenfragmente, die bis ins 9. Jahrhundert zurückreichen.

  • Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte

    Das jahrhundertelange Ringen der Deutschen um Freiheit, Demokratie und einen geeinten Verfassungsstaat steht im Mittelpunkt der Ausstellungstätigkeit der Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte. Thematische Schwerpunkte sind die Revolutionen von 1848/49 und 1989/90.

  • Wehrgeschichtliches Museum

    Auf über 1.500 Quadratmetern wird im Wehrgeschichtliches Museum Rastatt die deutsche und insbesondere südwestdeutsche Militärgeschichte von 1500 bis 1918 dargestellt. Das Museum zeigt vor allem den Zusammenhang von Militär, Staat und Gesellschaft.


Kontakt:

Stadtmuseum Rastatt
Im Vogelschen Haus
Herrenstraße 11
76437 Rastatt
Tel. 07222 972-8400
E-Mail: museen@rastatt.de

Leitung: Iris Baumgärtner M.A.
Sekretariat: Anja Renschler