Aktuelle Ausstellungen


Carlos Granger und ausgewählte Werke der Sammlung Rastatt

Von 17. Mai bis 2. September 2012:

Die Städtische Galerie Fruchthalle zeigt in Kooperation mit der Herbert-Weisenburger-Stiftung Exponate des britischen Bildhauers Carlos Granger, integriert in eine Bestandsausstellung der Sammlung Rastatt.

Carlos Granger wurde 1933 geboren und lebt seit 1989 in Amsterdam. Er vertritt eine wichtige Position der ungegenständlichen Skulptur nach 1945 und gehört in den 1960er Jahren zu den Künstlern, die im Umfeld der legendären Londoner St. Martin's School of Art auf neuartige Weise Plastiken mit zeitgenössischen industriellen Materialien in einer reduzierten, vorrangig linearen Formensprache realisieren. Von 1973 bis 1982 unterbricht er seine skulpturale Tätigkeit und wendet sich der Fotografie von Stillleben und Landschaften zu, ehe er innerhalb von wenigen Jahren zu der verknappten, dabei präzise ausgearbeiteten Form von Skulptur findet, die auch heute sein Werk kennzeichnet. Granger arbeitet lange ausschließlich mit Stahl. Er fasst diese Skulpturen partiell farbig und verleiht ihnen auch durch die genaue Ponderation eine elegante Note.

Mit der Hinwendung zu Beton, Stahl und partiell Holz verbindet er ab Mitte der 1990er Jahre die perfekte Ausgewogenheit mit einer rauen Anmutung. Kaum kniehoch, teils als Boden- und teils als Sockelstücke präsentiert und stets dezidiert von allen Seiten zu betrachten, wirken seine konstruktiven Skulpturen zunächst kubisch und hermetisch, offenbaren dann aber ein komplexes Spiel formaler Beziehungen. Diese Skulpturen, an denen Granger mitunter mehrere Jahre gearbeitet hat, vermitteln einen genauen Blick auf unsere Welt und deren urbane Einrichtung und lassen bisweilen an Architektur denken. Dies trifft auch auf die neueren Skulpturen aus MDF- und Sperrholzplatten zu, die, mit einem Farbton überzogen, nun über einen spielerischen Ton verfügen und ihre räumliche Umgebung geradezu ertasten.

Carlos Granger's Studio in Amsterdam

Carlos Granger, der schon 1970 zu einer Einzelausstellung in der Serpentine Gallery in London eingeladen wurde und seit den 1990er Jahren mehrfach in Deutschland ausgestellt hat, präsentiert die Schau auf Einladung der Herbert-Weisenburger-Stiftung. Die gezeigten Arbeiten bieten einen vertiefenden Einblick in seine zentralen Werkgruppen. Mit Carlos Granger wird ein wichtiger, konzentriert arbeitender Einzelgänger der internationalen Skulptur vorgestellt, der nach dem „Eigentlichen“ der Bildhauerei fragt.

Mit Ausstellungsbeginn am 17. Mai finden regelmäßig jeden ersten und dritten Freitag im Monat um 15.30 Uhr öffentliche Führungen durch die Ausstellung statt und jeden Donnerstag, ausgenommen an Feiertagen, ist von 12.30 Uhr bis 12.45 Uhr die „Kunstpause“.

Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten der Städtischen Galerie Fruchthalle besichtigt werden: Donnerstag bis Samstag von 12 Uhr bis 17 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 11 Uhr bis 17 Uhr. Der Eintritt beträgt drei Euro, ermäßigt einen Euro.

Kontakt

Städtische Galerie Fruchthalle Rastatt
Kaiserstraße 48
76437 Rastatt

Galerieleitung
Peter Hank, M.A.

Tel. 07222 972-8410
Fax 07222 972-7009
Mobil: 0177 1891886
E-Mail: peter.hank@rastatt.de

Infothek
, Tel. 07222 972-8411

Öffnungszeiten

Donnerstag bis Samstag
12-17 Uhr
Sonntag und an Feiertagen
11-17 Uhr

Gruppenführungen nach Vereinbarung

Kunstdidaktisches Programm auf Anfrage

Terminvereinbarung unter
07222 972-8410
(Mi - Fr 10-17 Uhr)